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ASA-Foto-Stories 2018

Beiträge zum Jahresthema „Handel oder Handeln?“

Fotografie

María Jesus Centeno, eine Frau der Frauenkooperative „Tonanzintlalli“ bedient eine Maschine zur Weiterverarbeitung von Kaffee.

Oktober 2017 / La Laguna, Nicaragua, Foto und Text: Thomas Müller

Das Thema Handel war für mich ein zentrales Thema während meines Praktikums bei der Frauenkooperative „TonanzintIalli“ in Nicaragua. Die Frauen der Volksgruppe Matagalpas bauen nicht nur ihren eigenen Kaffee an, sondern verarbeiten und vertreiben diesen auch selbst unter ihrer eigenen Kaffeemarke „Café D`Yasica“. Bisher für den regionalen Markt, soll der Kaffee langfristig auch international verkauft werden. Das wäre nichts anderes als eine kleine Revolution des internationalen Kaffeehandels. Denn bisher wird die überwiegende Mehrheit des weltweit gehandelten Kaffees nicht in den Anbauländern, sondern in den Hauptkonsumentenländern weiterverarbeitet! So kommt es auch dazu, dass Deutschland der weltweit größte Exporteur gerösteten Kaffees ist. Doch statt diese globale Ungerechtigkeit hinzunehmen, handelten die Frauen aus La Laguna. Sie wollen mit der Weiterverarbeitung des Kaffees das ganze Jahr über Arbeit und Einkommen schaffen und mehr Wertschöpfung in Nicaragua belassen. Damit kritisieren sie nicht nur die weltweit ungerechten Handelsstrukturen, sondern wollen durch ihre Idee den weltweiten (Kaffee)Handel ein Stück weit FairÄndern.

Ein leerer Gang im Inneren einer Kleidungsfabrik. Rechts und links sind Garnrollen in verschiedenen Größen aufgespannt.

Juli 2017 / Addis Ababa, Äthiopien, Foto und Text: Saskia Wulfinghoff

Wo kommt unsere Kleidung her? Wie wird unsere Kleidung hergestellt? Wer designt, stellt den Stoff her, schneidet ihn, näht alles zusammen, bearbeitet es und kontrolliert das Kleidungsstück? In welchem Ausmaß wird Kleidung hergestellt? Wie kommt die Kleidung zu uns? Die Textil-Lieferkette ist so global wie kaum eine andere Lieferkette. Hinter jedem Schritt in der Kette, hinter jeder Faser, jedem Faden, jedem Stoff, jedem Schnitt, jeder Naht, jeder Waschung, jedem Finishing verbirgen sich Handlungen von Menschen, die am Ende nicht sichtbar sind und daher nicht wertgeschätzt werden. Wie handeln wir, wenn wir konsumieren? Denken wir über die Arbeit, die dahintersteckt, nach? Verstehen wir den Aufwand? Empfinden wir den Preis als gerechtfertigt? Schätzen wir das Produkt? Handeln wir fair?

Eine Detail-Aufnahme von einem elektronischen Webstuhl der gerade von den Händen mehrerer Menschen bedient wird.

Juli 2017 / Addis Ababa, Äthiopien, Foto und Text: Saskia Wulfinghoff

Wo kommt unsere Kleidung her? Wie wird unsere Kleidung hergestellt? Wer designt, stellt den Stoff her, schneidet ihn, näht alles zusammen, bearbeitet es und kontrolliert das Kleidungsstück? In welchem Ausmaß wird Kleidung hergestellt? Wie kommt die Kleidung zu uns? Die Textil-Lieferkette ist so global wie kaum eine andere Lieferkette. Hinter jedem Schritt in der Kette, hinter jeder Faser, jedem Faden, jedem Stoff, jedem Schnitt, jeder Naht, jeder Waschung, jedem Finishing verbirgen sich Handlungen von Menschen, die am Ende nicht sichtbar sind und daher nicht wertgeschätzt werden. Wie handeln wir, wenn wir konsumieren? Denken wir über die Arbeit, die dahintersteckt, nach? Verstehen wir den Aufwand? Empfinden wir den Preis als gerechtfertigt? Schätzen wir das Produkt? Handeln wir fair?

Innerhalb einer Fabrik stehen mit Stoffen vollgeladene Wägen vor großen Maschinen.

Juli 2017 / Addis Ababa, Äthiopien, Foto und Text: Saskia Wulfinghoff

Wo kommt unsere Kleidung her? Wie wird unsere Kleidung hergestellt? Wer designt, stellt den Stoff her, schneidet ihn, näht alles zusammen, bearbeitet es und kontrolliert das Kleidungsstück? In welchem Ausmaß wird Kleidung hergestellt? Wie kommt die Kleidung zu uns? Die Textil-Lieferkette ist so global wie kaum eine andere Lieferkette. Hinter jedem Schritt in der Kette, hinter jeder Faser, jedem Faden, jedem Stoff, jedem Schnitt, jeder Naht, jeder Waschung, jedem Finishing verbirgen sich Handlungen von Menschen, die am Ende nicht sichtbar sind und daher nicht wertgeschätzt werden. Wie handeln wir, wenn wir konsumieren? Denken wir über die Arbeit, die dahintersteckt, nach? Verstehen wir den Aufwand? Empfinden wir den Preis als gerechtfertigt? Schätzen wir das Produkt? Handeln wir fair?

Eine Gottesanbeterin sitzt auf einem heranwachsenden Kaffeebaum.

März 2018 / Madikeri, biodynamische Farm in Indien, Foto und Text: Inger Witzenhausen und Thomas Lettau

Ein Insekt verweilt auf einer jungen Kaffeepflanze. Eigentlich nichts besonderes und doch ist es genau dieser Augenblick, der unsere Aufmerksamkeit für sich gewinnt. Andächtig beobachten wir den stillen Dialog zwischen Gottesanbeterin und dem heranwachsenden Kaffeebaum. Die Besonderheit dieser kurzen Weile liegt, für uns, vor allem in dem Kontext des Bildes. Es ist auf einer biodynamischen Farm in der Nähe des Ortes Madikeri, umrundet von den Western Gahts, entstanden. Nachhaltige Landwirtschaft ist der Fokus, um die natürliche Fülle des zerbrechlichen Ökosystems aufrecht zu erhalten. Der Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln ist nicht notwendig, da das gesunde Ökosystem sich selbst reguliert. Ein Beispiel unter vielen? Schön wär‘s. Durch weiträumige landwirtschaftliche Flächen wird der Tierwelt, vor allem den Insekten ein Lebensraum genommen, wohingegen deren Wirken in der Natur notwendig ist für ein stabiles Gleichgewicht. Die Handlung, diese Farm entgegen allem ausbeuterischen Handel mit einer derartigen positiven Energie zu betreiben, hat uns sehr berührt und in unserem Handeln bestärkt. Über einen bewussteren Konsum zu mehr Gleichgewicht auf politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene. Der Dialog zwischen Insekt und Pflanze hoffentlich nie beendet.

Blick auf sogenannte „Palafitos“ (im Meer gebaute Häuser auf Stegen) in der Zona Humanitaria – ein Stadtteil der geräumt werden soll und dessen Bewohner*innen sich im Widerstand gegen die Ausweitung des Hafens befinden.

Februar 2018 / Buenaventura, Kolumbien, Foto und Text: Charlotta Sophie Sippel

Buenaventura ist die wichtigste Hafenstadt Kolumbiens am Pazifik, von hier aus werden Kaffee, Zucker, Holz und Gold weltweit exportiert. Buenaventura, Wirtschaftszentrum Kolumbiens und gleichzeitig eine der ärmsten Regionen des Landes. Ein Widerspruch, der u.a. im Hafen selbst begründet liegt: Zum einen kommen die Steuereinnahmen des Hafens nicht der lokalen Bevölkerung zu Gute, im Gegenteil, das Geld verschwindet bevor es den Hafen verlässt; zum anderen fungiert der Hafen als Schleuse für systematischen Drogen- und Waffenschmuggel. Die Stadtteile Buenaventuras, die Zugang zum Meer haben, wie die Zona Humanitaria, sind somit für verschiedenste Akteure von besonderem Interesse. Um den Hafenausbau voranzutreiben, werden die dort lebenden Menschen durch Kriminalisierung, Diffamierung ihres Widerstandes, Einsatz von Gewalt, sowie Verweigerung von Basisrechten (Trinkwasserzugang), vertrieben. All jene, die diese Zustände anprangern, befinden sich in ständiger Lebensbedrohung. Seit Jahresanfang wurden schon über 20 politische Morde an sozialen Leadern verzeichnet. Das Motto HANDEL und HANDELN verdeutlicht die Kontradiktionen dieser Stadt und der globalisierten Welt in der wir leben: Buenaventura als HANDELs-Zentrum Kolumbiens mit der Welt- wobei die zahlreichen Hamburg-Süd Container die Globalisierung des HANDELS symbolisieren und darauf aufmerksam machen, dass wir als Konsument*innen durch unserer eigenes HANDELN auch Verantwortung für Glokale Ungerechtigkeiten und die Reproduktion eines Unterdrückungssystems zwischen dem globalen Norden und Süden tragen (Machtasymmetrien, Abhängigkeitsbeziehungen, etc.). Auf der anderen Seite steht das HANDELN der lokalen Bevölkerung, der tägliche Widerstand gegen die Unterdrückung mit dem Motto „El pueblo no se rinde, carajo“ (Das Volk gibt nicht auf, verdammt!), getragen von dem Wunsch nach „ Frieden mit sozialer Gerechtigkeit statt Neoliberalismus, der nur wenige reicher macht und die Bevölkerung schindet“ (Bischof von Buenaventura, Héctor Espalza).

Buenaventura es el principal puerto de Colombia en el Pacífico y aquí café, azúcar, madera y oro entre otros son exportados. Al mismo tiempo Buenaventura es una de las regiones más pobres del país. Una contradicción que tiene su explicación en el mismo puerto: por un lado se encuentran los enormes ingresos fiscales que no benefician a la población local, incluso desaparecen antes de abandonar el puerto; por otro lado, el puerto es utilizado sistemáticamente para el contrabando de drogas y armas. Los barrios de Buenaventura que tienen acceso al mar, como la calle San Francisco del barrio la Playita (la Zona Humanitaria), son los más codiciados por diferentes actores. Para ampliar el puerto, la gente local se encuentra en una situación de desalojo forzado, a través de estrategias como la criminalización, difamación de su resistencia, el uso directo de violencia o la negación de derechos básicos (acceso de agua potable). Todos los que denuncian estos casos viven bajo amenazas constantes, y solo entre enero y febrero del 2018 se han registrado más de 20 asesinatos a líderes sociales.

El tema ACCIÓN y TRANSACCIÓN aclara la contradicción de esta ciudad. Por una parte la TRANSACCIÓN: Buenaventura es uno de los puntos centrales para la economía colombiana con el mercado mundial. Los numerosos containers de Hamburg-Süd están simbolizando el comercio globalizado y pone la atención en el hecho de que nosotros como consumidores tenemos con nuestras propias ACCIONES tanto la responsabilidad de injusticias glocales como para la reproducción de un sistema de opresión entre el norte y el sur global (asimetrías de poder, relaciones de dependencia, etc.). Por otra parte, la ACCIÓN de la población local, que diariamente resisten a la opresión bajo el lema “¡El pueblo no se rinde, carajo!”, apoyado por el deseo de una "paz y justicia social en lugar de neoliberalismo, el cual hace ricos a unos pocos mientras la el resto de la población es maltratada" (Héctor Espalza, Obispo de Buenaventura).

Blick auf die „Palafitos“ (im Meer gebaute Häuser auf Stegen) in der Zona Humanitaria, ohne Zugang zu Trinkwasser

Februar 2018 / Buenaventura, Kolumbien, Foto und Text: Charlotta Sophie Sippel

Buenaventura ist die wichtigste Hafenstadt Kolumbiens am Pazifik, von hier aus werden Kaffee, Zucker, Holz und Gold weltweit exportiert. Buenaventura, Wirtschaftszentrum Kolumbiens und gleichzeitig eine der ärmsten Regionen des Landes. Ein Widerspruch, der u.a. im Hafen selbst begründet liegt: Zum einen kommen die Steuereinnahmen des Hafens nicht der lokalen Bevölkerung zu Gute, im Gegenteil, das Geld verschwindet bevor es den Hafen verlässt; zum anderen fungiert der Hafen als Schleuse für systematischen Drogen- und Waffenschmuggel. Die Stadtteile Buenaventuras, die Zugang zum Meer haben, wie die Zona Humanitaria, sind somit für verschiedenste Akteure von besonderem Interesse. Um den Hafenausbau voranzutreiben, werden die dort lebenden Menschen durch Kriminalisierung, Diffamierung ihres Widerstandes, Einsatz von Gewalt, sowie Verweigerung von Basisrechten (Trinkwasserzugang), vertrieben. All jene, die diese Zustände anprangern, befinden sich in ständiger Lebensbedrohung. Seit Jahresanfang wurden schon über 20 politische Morde an sozialen Leadern verzeichnet. Das Motto HANDEL und HANDELN verdeutlicht die Kontradiktionen dieser Stadt und der globalisierten Welt in der wir leben: Buenaventura als HANDELs-Zentrum Kolumbiens mit der Welt- wobei die zahlreichen Hamburg-Süd Container die Globalisierung des HANDELS symbolisieren und darauf aufmerksam machen, dass wir als Konsument*innen durch unserer eigenes HANDELN auch Verantwortung für Glokale Ungerechtigkeiten und die Reproduktion eines Unterdrückungssystems zwischen dem globalen Norden und Süden tragen (Machtasymmetrien, Abhängigkeitsbeziehungen, etc.). Auf der anderen Seite steht das HANDELN der lokalen Bevölkerung, der tägliche Widerstand gegen die Unterdrückung mit dem Motto „El pueblo no se rinde, carajo“ (Das Volk gibt nicht auf, verdammt!), getragen von dem Wunsch nach „ Frieden mit sozialer Gerechtigkeit statt Neoliberalismus, der nur wenige reicher macht und die Bevölkerung schindet“ (Bischof von Buenaventura, Héctor Espalza).

Buenaventura es el principal puerto de Colombia en el Pacífico y aquí café, azúcar, madera y oro entre otros son exportados. Al mismo tiempo Buenaventura es una de las regiones más pobres del país. Una contradicción que tiene su explicación en el mismo puerto: por un lado se encuentran los enormes ingresos fiscales que no benefician a la población local, incluso desaparecen antes de abandonar el puerto; por otro lado, el puerto es utilizado sistemáticamente para el contrabando de drogas y armas. Los barrios de Buenaventura que tienen acceso al mar, como la calle San Francisco del barrio la Playita (la Zona Humanitaria), son los más codiciados por diferentes actores. Para ampliar el puerto, la gente local se encuentra en una situación de desalojo forzado, a través de estrategias como la criminalización, difamación de su resistencia, el uso directo de violencia o la negación de derechos básicos (acceso de agua potable). Todos los que denuncian estos casos viven bajo amenazas constantes, y solo entre enero y febrero del 2018 se han registrado más de 20 asesinatos a líderes sociales.

El tema ACCIÓN y TRANSACCIÓN aclara la contradicción de esta ciudad. Por una parte la TRANSACCIÓN: Buenaventura es uno de los puntos centrales para la economía colombiana con el mercado mundial. Los numerosos containers de Hamburg-Süd están simbolizando el comercio globalizado y pone la atención en el hecho de que nosotros como consumidores tenemos con nuestras propias ACCIONES tanto la responsabilidad de injusticias glocales como para la reproducción de un sistema de opresión entre el norte y el sur global (asimetrías de poder, relaciones de dependencia, etc.). Por otra parte, la ACCIÓN de la población local, que diariamente resisten a la opresión bajo el lema “¡El pueblo no se rinde, carajo!”, apoyado por el deseo de una "paz y justicia social en lugar de neoliberalismo, el cual hace ricos a unos pocos mientras la el resto de la población es maltratada" (Héctor Espalza, Obispo de Buenaventura).

Einer der zahlreichen Transporter mit einem Hamburg-Süd Container in der Nähe des Hafens in Buenaventura

Februar 2018 / Buenaventura, Kolumbien, Foto und Text: Charlotta Sophie Sippel

Buenaventura ist die wichtigste Hafenstadt Kolumbiens am Pazifik, von hier aus werden Kaffee, Zucker, Holz und Gold weltweit exportiert. Buenaventura, Wirtschaftszentrum Kolumbiens und gleichzeitig eine der ärmsten Regionen des Landes. Ein Widerspruch, der u.a. im Hafen selbst begründet liegt: Zum einen kommen die Steuereinnahmen des Hafens nicht der lokalen Bevölkerung zu Gute, im Gegenteil, das Geld verschwindet bevor es den Hafen verlässt; zum anderen fungiert der Hafen als Schleuse für systematischen Drogen- und Waffenschmuggel. Die Stadtteile Buenaventuras, die Zugang zum Meer haben, wie die Zona Humanitaria, sind somit für verschiedenste Akteure von besonderem Interesse. Um den Hafenausbau voranzutreiben, werden die dort lebenden Menschen durch Kriminalisierung, Diffamierung ihres Widerstandes, Einsatz von Gewalt, sowie Verweigerung von Basisrechten (Trinkwasserzugang), vertrieben. All jene, die diese Zustände anprangern, befinden sich in ständiger Lebensbedrohung. Seit Jahresanfang wurden schon über 20 politische Morde an sozialen Leadern verzeichnet. Das Motto HANDEL und HANDELN verdeutlicht die Kontradiktionen dieser Stadt und der globalisierten Welt in der wir leben: Buenaventura als HANDELs-Zentrum Kolumbiens mit der Welt- wobei die zahlreichen Hamburg-Süd Container die Globalisierung des HANDELS symbolisieren und darauf aufmerksam machen, dass wir als Konsument*innen durch unserer eigenes HANDELN auch Verantwortung für Glokale Ungerechtigkeiten und die Reproduktion eines Unterdrückungssystems zwischen dem globalen Norden und Süden tragen (Machtasymmetrien, Abhängigkeitsbeziehungen, etc.). Auf der anderen Seite steht das HANDELN der lokalen Bevölkerung, der tägliche Widerstand gegen die Unterdrückung mit dem Motto „El pueblo no se rinde, carajo“ (Das Volk gibt nicht auf, verdammt!), getragen von dem Wunsch nach „ Frieden mit sozialer Gerechtigkeit statt Neoliberalismus, der nur wenige reicher macht und die Bevölkerung schindet“ (Bischof von Buenaventura, Héctor Espalza).

Buenaventura es el principal puerto de Colombia en el Pacífico y aquí café, azúcar, madera y oro entre otros son exportados. Al mismo tiempo Buenaventura es una de las regiones más pobres del país. Una contradicción que tiene su explicación en el mismo puerto: por un lado se encuentran los enormes ingresos fiscales que no benefician a la población local, incluso desaparecen antes de abandonar el puerto; por otro lado, el puerto es utilizado sistemáticamente para el contrabando de drogas y armas. Los barrios de Buenaventura que tienen acceso al mar, como la calle San Francisco del barrio la Playita (la Zona Humanitaria), son los más codiciados por diferentes actores. Para ampliar el puerto, la gente local se encuentra en una situación de desalojo forzado, a través de estrategias como la criminalización, difamación de su resistencia, el uso directo de violencia o la negación de derechos básicos (acceso de agua potable). Todos los que denuncian estos casos viven bajo amenazas constantes, y solo entre enero y febrero del 2018 se han registrado más de 20 asesinatos a líderes sociales.

El tema ACCIÓN y TRANSACCIÓN aclara la contradicción de esta ciudad. Por una parte la TRANSACCIÓN: Buenaventura es uno de los puntos centrales para la economía colombiana con el mercado mundial. Los numerosos containers de Hamburg-Süd están simbolizando el comercio globalizado y pone la atención en el hecho de que nosotros como consumidores tenemos con nuestras propias ACCIONES tanto la responsabilidad de injusticias glocales como para la reproducción de un sistema de opresión entre el norte y el sur global (asimetrías de poder, relaciones de dependencia, etc.). Por otra parte, la ACCIÓN de la población local, que diariamente resisten a la opresión bajo el lema “¡El pueblo no se rinde, carajo!”, apoyado por el deseo de una "paz y justicia social en lugar de neoliberalismo, el cual hace ricos a unos pocos mientras la el resto de la población es maltratada" (Héctor Espalza, Obispo de Buenaventura).

Zwei Reisepässe, einer mit der Aufschrift „Bundesrepublik Duetschland“ und ein anderer mit der Aufschrift „Republica Bolivariana de Venezuela“ sind abgebildet.

April 2018 / Grenze Rumichaca Ecuador, Foto und Text: Sarah Buck

Aus weiter Ferne lässt sich eine nicht enden wollende Schlange wahrnehmen. Ich befinde mich in Rumicacha, Grenzübergang zwischen Kolumbien und Ecuador. Im Schneckentempo bewegt sich die Schlange fort, Richtung Migrationsschalter auf kolumbianischer Seite,danach auf ecuadorianischer Seite. Fuer mich und viele Andere soll sich dies 14 Stunden hinziehen. Meiner ist rot – seiner blau. Er ist in Venezuela geboren - ich in Deutschland. Ich reise nach Ecuador der Reiselust wegens - er reist nach Argentinien. Arbeit suchen, seine noch in Venezuela lebende Familie finanziell unterstützen. Ich habe es seit 1,5 Jahren nicht mehr nötig zu arbeiten, da mich ein gesichertes Einkommen mit ausreichenden Ersparnissen für die Auszeit ausstattete– Er hat 1,5 Jahre gearbeitet, um sich die Reisekosten nach Argentinien zusammenzusparen. Venezuela ist reich. Reich an einem weltweit begehrten Handelsgut: Erdoel. Ein Großteil der Bevölkerung: Mittellos, unterversorgt, hungernd trotz Arbeit,leere Supermarktregale, kaum medizinische Versorgung. Ihre Heimat hinter sich lassend; in vor allem andere Südamerikanische Länder reisend. Einige lachen, Andere weinen. Einige reden, Andere schweigen. Ich fühle dumpfe Handlungsunfähigkeit. Ein paar Dollar abgeben, Essen teilen, ZUHÖREN, WEITERSAGEN! Für mich endet die Reise in Ecuador – er reist weiter. Weitere Stunden an Grenzen, im Bus, am Warten. Moisés sagt, für ihn sei diese Reise auch ein Abenteuer. Er macht Fotos, notiert detailgetreu Erfahrungen, Busverbingungen, Preise. Um es mit seiner Familie zu teilen und um die Informationen in Foren zu teilen-andere VenezolanerInnen beim Verlassen Venezuelas unterstuetzen. Er sagt auch: “Schon so weit weg von Venezuela. Schon so weit weg.”

Kurzfilme

„N/S FErnrohr“ von Irina Warner

„Zwischen Supermarkt und Müllcontainer – Die Paradoxien globaler Handelsstrukturen im alltäglichen Leben“ von Freya Rixen-Cunow

„FairÄnderung des (Kaffee)Handels – ohne Infrastruktur geht’s nicht“ von Thomas Müller

Hier finden Sie Informationen zur Frauenkooperative „Tonanzintlalli“ und ihrem Produkt:

 

„Auf der Suche nach dem Einhorn“ von Katleen Schneider