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ASA-Foto-Stories 2014

Perspektivwechsel, Etwas Bewegen, Nachhaltig Denken und Zukunft Gestalten

Kategorie „Perspektivwechsel“

Ein Mädchen guckt durch eine Fotokamera. Sie fotografiert ein im Fokus hängendes Kabel. Im Hintergrund sind Palmen und andere Pflanzen. Foto: Caroline Erikson.

1. Platz: August 2013 in Ngoulémakong, Kamerun. Foto: Caroline Erikson

„Die Welt durch die Augen der Dorfkinder sehen. Was finden sie spannend und interessant? Was weckt ihr fotografisches Interesse? Während meines Aufenthalts habe ich mehrere kleine Foto-Workshops mit den Kindern aus Ngoulémakong gemacht. Eine große Lernerfahrung für beide Seiten. Man muss lernen, los zu lassen und die Kindern machen zu lassen. Susi war fasziniert von herumliegenden Objekten. Ich fotografierte sie, während sie ein Foto machte“ (Caroline Erikson).

Das Bild zeigt Plakate auf der alten Mauer der Jerusalemer Altstadt, die bereits löchrig sind. Foto: Ozan Keskinkilic

„Erinnerungskultur“, September 2013 in Jerusalem, Israel. Foto: Ozan Keskinkilic

„Komm, ich möchte dir etwas zeigen”, sagt Bilge und zieht mich um die Ecke des Jaffators in das armenische Viertel hinein. Sie deutet auf die alten Mauern der Jerusalemer Altstadt, beklebt mit Plakaten. Die zum Teil heruntergerissenen Papierfetzen erinnern an den Genozid am armenischen Volk im Osmanischen Reich. Rote Pfeile und Kreise auf der Landkarte zeigen Deportationswege und Massaker auf. Sie sprechen von 1,5 Millionen Toten. Bilges Blicke sind in die Schriften versunken. Sie schaut mir direkt in die Augen, so als wolle sie die Bilder in ihrem Kopf übertragen, damit auch ich verstehe. „Genozid, Genozid“, ruft sie laut durch das Viertel. Menschen starren uns irritiert an. „Genozid“, ruft Bilge noch einmal“ (Ozan Keskinkilic).

Die Morgensonne auf einem Getreidefeld ist zu sehen. Foto: Mira Schönegge

„Morgensonne nahe einem kleinen Dorf im Norden von Deutschland“, August 2013 in Gersdorf, Deutschland: Foto: Mira Schönegge

„O sol da manha abrange uma beleza que encobre tempo e local. Acaricia meu olhar, ilumina meu ângulo, espelha meu lugar. A sua luz é terna, nativa, velha e nova, única e sempre, pois nem há um momento, que os seus raios nao tocam uma alma no mundo.
Die Morgensonne birgt eine Schönheit, die Ort und Zeit verschleiert. Sie streichelt meinen Blick, beleuchtet meinen Winkel, spiegelt meinen Standpunkt. Ihr Licht ist zärtlich, heimisch, alt und neu, einzig und immer, gibt es doch keinen Moment, in dem nicht einer ihrer Strahlen irgendwo eine Seele berührt“ (Mira Schönegge).

Eine Hand, die eine Digitalkamera hält ist im Vordergrund zu sehen. Im Hintergrund sieht man von einer erhöhten Position einen Platz bzw. eine Straße mit Menschen. Die Szene wird außerdem auf dem Kamerabildschirm abgebildet. Foto: Lena Theiler

„Bild im Kopf“ November 2013 in Meknès, Marokko. Foto: Lena Theiler

„Fotografien erschaffen und festigen die Bilder von Orten und Menschen, die wir in unseren Köpfen haben. Als Fotografin bin ich dafür verantwortlich, welche Aspekte ich festhalte, betone und verbreite. Sensibilisiert durch den Code of Conduct habe ich mir viele Gedanken gemacht über die Bilder, die ich aus einem Praktikum nach Hause bringe. Für diesen Prozess soll dieses Bild stehen“ (Lena Theiler).

Kategorie „Etwas bewegen“

Ein Porträt zweier Frauen. Sie sind einander zugewandt und schauen sich an. Auf der linken Seite steht Lisa-Marie Rüther, rechts steht Orlando Timoteo Dambujo. Lisa-Marie hat den Arm um Orlandos Schultern gelegt. Foto: Mira Schönegge

1. Platz: Abgebildete Personen: Orlando Timoteo Dambujo und Lisa-Marie Rüther, September 2013 in Matendene, Mosambik. Foto: Mira Schönegge

“Tua olhada no mundo, minha olhada no mundo. o encontro traz movimento. nos encontramonos, nos vemonos, nos olhamonos. eu te contemplo, tu me contemplas. e depois eu me contemplo a mim e tu te contemplas a ti. eu atravez de ti e tu atravez de mim. e nossas olhadas se encontram no movimento que nos acerca mais.

Dein Blick auf die Welt, mein Blick auf die Welt. Begegnung bedeutet Bewegung. Wir begegnen uns, wir sehen uns, wir schauen uns an. ich betrachte dich, du betrachtest mich und dann betrachte ich mich und du dich. ich mich durch dich und du dich durch mich. Und unsere Blicke treffen sich in der Bewegung aufeinander zu“ (Mira Schönegge).

Auf einer Straße sind demonstrierende Menschen zu sehen. Die Personen im Vordergrund tragen gelbe Oberteile und Banner mit sich. Foto: Johanna Müller

September 2013 in New Delhi, Indien. Foto: Johanna Müller

„Etwas bewegen schafft man dann, wenn eine Gruppendynamik geschaffen wird, die andere mitreißt, rein aufgrund ihrer Energie! Diese Demonstration im Süden Delhis wurde von der NGO ETASHA Society durchgeführt: Mehr Bildungsmöglichkeiten für alle - insbesondere für Frauen, fordern sie für ihre Gesellschaft.

Starting a movement is successful when we create a group dynamic that attracts others just by the energy of it! This demonstration was organized by the NGO ETASHA Society. They demand for their society: More education possibilities - especially for women” (Johanna Müller).

Kategorie „Nachhaltig denken“

Eine malerische Bucht bei Abendsonne ist zu sehen. Das Bild wird unten von Palmenkronen gerahmt. Das Meer teilt das Bild an der Horizontlinie. Zwei Bohrinseln sind zu erkennen. Foto: Jonas Közle

1. Platz: „Widersprüchliches Paradies“, November 2013 in Limbé, Kamerun. Foto: Jonas Közle

„Limbe liegt im Südwesten von Kamerun. Malerisch am Atlantik, wird die Stadt von vorgelagerten Inseln und üppigen Palmen umrahmt. Entstanden ist dieses Bild von einem der vielen Hügel, die das Stadtbild prägen. Dieser paradiesische Blick wird allerdings von mehreren Bohrinseln getrübt. Die Bohrinseln bohren zwar nicht nach Öl, werden aber zu Reparaturarbeiten in die Bucht von Limbe gebracht. Negative Nebeneffekte sind Ölreste am Strand und Lärm von den Generatoren. Dieser Gegensatz, Palmen, Strand Meer und die volle Wucht der Industrialisierung habe ich in diesem Bild festgehalten“ (Jonas Közle).

An einer Straße steht ein mit Lebensmitteln vollbeladenes Fahrrad. Foto: Johanna Müller.

„Nachhaltig oder unterentwickelt?“/ „Sustainable or underdeveloped“, September 2013 in New Dehli, Indien. Foto: Johanna Müller

„Now I know where the new 'western' sustainable concept of pizza and post delivery on bicycles was copied from! And I thought McKinsey or Deloitte developed it. What would be described as 'new sustainable solution' in one country would be described as 'underdeveloped shame' in another. Strange world!

Jetzt weiß ich, woher das neue, westliche’ Konzept des nachhaltigen Pizza- und Postaustragens mit Fahrrädern kopiert wurde! Und ich dachte Mc Kinsey und Deloitte haben es entwickelt. Was in einem Land als ‚neue nachhaltige Lösung‘ beschrieben wird, kann in einem anderen durchaus als, ‚unterentwickelte Scham' bezeichnet werden. Komische Welt!“ (Johanna Müller).

Zwei Hände zweier Personen, die sich ein Stück Limone überreichen, sind zu sehen. Foto: Mira Schönegge

Februar 2014 in Laulane, Mosambik. Foto: Mira Schönegge

„'A vida é vida quando é envolvida na vida de otra vida para ser vida, sinao nao é vida.' (Osvaldo Muodjo).

Frei übersetzt: Das Leben ist dadurch Leben, dass es verwoben ist mit dem Leben anderer Leben, um zu leben, sonst ist es kein Leben“ (Mira Schönegge).

Kategorie „Zukunft gestalten“

Ein Haus aus roten und holzfarbenen Holzbauklötzen ist zu sehen, welches gerade gebaut wird. Foto: Mira Schönegge

1. Platz: September 2013 in Matendene, Mosambik. Foto: Mira Schönegge

„Palavras, atos, pensamentos formas de explicarse o mundo gotas de agua sementes na mao que amanha se transformarao em flores no chao pedras como areia no mar para erguer casas enquadrar fontes construir pontes até castelos que tocam o céu.

Worte, Taten, Gedanken - Formen sich die Welt zu erklären. Wassertropfen, Samen in der Hand, die sich verwandeln in Blumen auf dem Boden, Steine wie Sand im Meer, Häuser zu errichten, Quellen zu rahmen, Brücken zu bauen, sogar Schlösser, die den Himmel berühren“ (Mira Schönegge).

Auf dem Boden liegende Banner, die gerade fertig gestellt werden, sind zu sehen. Das zentrale Banner trägt den Schriftzug „WAKE UP!“ Foto: Caroline Erikson

Juli 2012 in Tallinn, Estland. Foto: Caroline Erikson

„Im Rahmen des Projektes „Sailing for Sustainability“ haben wir einen Flash Mob im Hafen von Tallinn organisiert. Ziel war es, die Passanten wach zu rütteln aus ihrem Alltag und sie für globale Themen zu sensibilisieren. „Wake up“ als Aufruf Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen und sich der Folgen seines Handelns bewusst zu machen“ (Caroline Erikson).

Unterschiedlich gefärbte Berge von Holi-Farben werden auf einem Markt verkauft. Foto: Johanna Müller

Dezember 2013 in New Dehli, Indien. Foto: Johanna Müller

„United Religions - Wouldn´t that be a wonderful vision of our future in terms of religious ecumenism? “Come, join us”, whispers the pink religion to the yellow one … and turns the head back to the green religion, asking about the antique conflicts back in the twenty-first century when there were still fights going on with the orange ones. “UNBELIEVABLE NOWADAYS!“

Vereinte Religionen - Wäre das nicht eine tolle Zukunftsvision in Sachen Religionsökumene? „Komm zu uns“, flüstert die pinke Religion zur gelben und neigt den Kopf wieder zur grünen Religion. „Wie war das noch damals im 20. Jahrhundert, als es noch Kämpfe gab zwischen uns und der orangenen Religion. UNGLAUBLICH HEUTZUTAGE!““ (Johanna Müller).