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Nanotechnologie zum Entfernen von schädlichen Stoffen aus städtischem Abwasser entwickeln

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1523
Seminargruppe: Seminargruppe 5
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Chemieingenieurwesen, Verfahrenstechnik

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Vietnam | Asien

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück in Lehre und Forschung der eigenen Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Interessieren Sie sich dafür, wie mit Nanotechnologie Medikamentenrückstände aus dem Wasser entfernt werden? In diesem Projekt können Sie daran mitwirken, ein Verfahren zur nachhaltigen Reinigung von städtischem Abwasser zu entwickeln. Vorausgesetzt wird ein Abschluss oder fortgeschrittenes Studium der (chemischen) Verfahrenstechnik. Sie sollten fundierte Kenntnisse in Mathematik, Physik, Chemie und Thermodynamik haben. Zudem brauchen Sie Grundkenntnisse in Reaktionstechnik und Partikeltechnologie. Wenn Sie Erfahrung in der Laborarbeit haben, ist das von großem Vorteil.

Die Technische Universität Dresden (TU Dresden) setzt Schwerpunkte in Biomedizin und Bioengineering, Materialwissenschaften, Informationstechnik und Mikroelektronik sowie Energie und Umwelt. Seit 2012 gehört die TUD zu den elf deutschen Exzellenz-Universitäten.

Dieses Projekt wird auf deutscher Seite von der Arbeitsgruppe Mechanische Verfahrenstechnik am Institut für Verfahrenstechnik und Umwelttechnik durchgeführt. Es ist in den Bereichen Materialwissenschaft, Nanotechnologie und Umwelttechnik angesiedelt.

Die Hanoi University of Science and Technology (HUST) gehört zu den führenden technischen Universitäten in Vietnam mit einem ähnlichen Bildungsangebot wie die TU Dresden. An der HUST ist das Projekt am Institut for Research and Development of Natural Products angesiedelt.

Die beiden Universitäten kooperieren in vielen Forschungsfeldern. Mit einem aktuellen Projekt verfolgen die Partnerinstitutionen das Ziel, eine nachhaltige Reinigungsmethode für städtisches Abwasser zu entwickeln. Insbesondere sollen schädliche medikamentöse und hormonelle Substanzen im Wasser vermindert werden. 

In Dresden bekommen Sie in einer zweiwöchigen Schulung den für das Projekt nötigen Kenntnisstand in fortschrittlichen Oxidationsverfahren und der Laborarbeit. Anschließend sind Sie ebenfalls zwei Wochen lang an einer experimentellen Vorstudie beteiligt, in der vielversprechende Kombinationen aus Prozessparametern und Photokatalysatoreigenschaften ausgewählt werden. Im zweiten Monat wirken Sie an Laborversuchen zur Ableitung funktionaler Zusammenhänge zwischen Prozessbedingungen und -leistung mit. Abschließend werten Sie die erlangten Daten aus, ziehen daraus Schlüsse für die zweite Projektphase und wirken am ersten Projektbericht mit.

Das Ziel der Projektphase in Hanoi ist das Oxidationsverfahren mit Membranbelebungsreaktoren zu verbinden, um städtisches Abwasser effektiv zu reinigen. In den ersten beiden Wochen erhalten Sie hierzu in einer Simulation eine praktische Schulung für die kommende Forschung. Anschließend setzen Sie die neuen Kenntnisse um, indem Sie Experimente mit einer Versuchsanlage und Abwasser planen sowie durchführen. Im letzten Monat wirken Sie an der Evaluation des Projekts und dem Verfassen des zweiten Berichts mit.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2020 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli 2020 und Januar 2021. Zwei ASA-Seminare finden parallel zur Projektphase in Deutschland im April und Juni 2020 statt, ein weiteres im Frühjahr 2021.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Projektphasen in Vollzeit.

In Zusammenarbeit mit

Technische Universität Dresden (TU Dresden); Hanoi University of Science and Technology (HUST)