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Mit Bild- und Videomaterial über CO2-Kompensationsaktivitäten im tropischen Regenwald berichten

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1522
Seminargruppe: Seminargruppe 5
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Videoproduktion, Fotografie, Umweltschutz, Nachhaltige Entwicklung

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Uganda | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück in Lehre und Forschung der eigenen Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Sie haben einen Hintergrund in Journalismus oder Öffentlichkeitsarbeit und interessieren sich für das Thema Nachhaltigkeit? Dieses Projekt zielt auf die Förderung des Klimaschutzes mittels CO2-Ausgleichszahlungen. Sie wirken dabei mit, das Kooperationsprojekt bekannter zu machen und unterstützen die Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Neben journalistischen Erfahrungen kann auch ein umweltbezogenes Studium von Vorteil sein. Erfahrung in der Interviewführung runden Ihr Profil ab.

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) hat acht Fakultäten und wurde als erste Universität in Deutschland mit dem EMASplus Siegel für ihr Nachhaltigkeitsmanagement zertifiziert. Ihr Ziel ist es, 2023 klimaneutral zu sein. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Kompensation der unvermeidbaren CO2-Emissionen. Das Projekt wird vom Referat für Umweltmanagement, Gesundheit und Arbeitssicherheit und der Stabsabteilung für Bildungsinnovation und Wissenstransfer durchgeführt.

Das Unternehmen ClimatePartner GmbH mit Sitz in München entwickelt und fördert Projekte der Klimakompensation, in denen zum Beispiel mittels Aufforstung oder Ausbau erneuerbarer Energien Kohlenstoffdioxid (CO2) reduziert wird. Die Einsparungen werden in Form von Klimaschutzzertifikaten verkauft, um Klimakompensationsprojekte zu finanzieren.

Die Uganda Martyrs University (UMU) ist ebenfalls eine private katholische Hochschule mit einem breiten Bildungsangebot. Die Universität befindet sich westlich der Hauptstadt Kampala in Nkozi, hat jedoch auch Campus in mehreren Städten des Landes. 2009 gründete die Hochschule eine eigene Abteilung für Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Sie hat den Vorsitz des Kompetenzzentrums für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Großraum Masaka (RCE-GM). Es kombiniert formale, non-formale und informelle Bildung, um hierdurch gesellschaftlichen Wandel zu erreichen.

Uganda Wildlife Authority (UWA) mit Sitz in Kampala ist eine teilautonome Regierungsbehörde, die seit 1996 die landesweite Wildtierbestände zu bewahren hilft. Ihre Aufgabe ist es, Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung von Naturressourcen wie Pflanzen und Ökosystemen sicherzustellen. Weiterhin überwacht sie landesweit sowohl innerhalb als auch außerhalb spezieller Schutzgebiete Aktivitäten von Wildtieren.

Das Kooperationsprojekt hat folgende Ziele: Zum einen soll im Rahmen der  Nachhaltigkeitsberichterstattung über die Klimaschutzaktivitäten der deutschen Hochschule öffentlichkeitswirksam berichtet werden. Zum anderen soll über CO2-Kompensation und Aufforstung auf eine Weise berichtet werden, die für junge Menschen in Uganda angemessen ist. Über das Projekt wollen die beiden Universitäten ihre Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung weiter ausbauen. Das entstandene Bild- und Filmmaterial wird auch ClimatePartner zur Verfügung gestellt werden.

Die Projektphase in Deutschland findet in Eichstätt statt, wo Sie die CO2-Kompensation zwischen den beiden deutschen Partnerinstitutionen kennen lernen. In der Universität lernen Sie die Kunst des Storytellings; in einer Schulung des Unternehmens vertiefen Sie Ihr Wissen zum Thema CO2-Kompensation und werden außerdem von Forstwirten zu nachhaltigem Waldmanagement geschult. Sie unterstützen die beteiligten Teams an der KU, insbesondere indem Sie Interviews mit ausgewählten Menschen aus der Wissenschaft und einem Vertreter von ClimatePartner führen, um daraus Material für die Öffentlichkeitsarbeit für die CO2-Kompentationen zu generieren.

In der zweiten Projektphase in Uganda sind Sie hauptsächlich an der UMU in Nkozi und punktuell im Regenwald des Kibale Nationalparks aktiv. Sie führen weitere Interviews an der Hochschule sowie mit Partnerinstitutionen und Fachkräften im Nationalpark und Baumschulen. Dabei sollen sich für die Klimakommunikation verwertbare Geschichten heraus kristallieren, die durch  Bild- und Videomaterial gestalterisch umgesetzt werden. Dieses nutzen die deutschen Partnerinstitutionen, um öffentlichkeitswirksam über ihr Engagement für den Klimaschutz zu berichten und zu zeigen, wie und mit welcher Wirkung die Kompensationszahlungen im Partnerland eingesetzt werden. In Zusammenarbeit mit der journalistischen Fakultät der UMU produzieren Sie Material für die Sozialen Medien und nutzen dieses, um online das Bewusstsein für den Klimawandel zu stärken und auf den wachsenden Markt für CO2-Ausgleichszahlungen in Uganda aufmerksam zu machen. Aus den Fotos und Filmen entwickeln Sie Inhalte für einen Onlinekurs von „Plant fort he planet“ für Jugendliche zum Thema Aufforstung.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2020 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli 2020 und Januar 2021. Die Partnerinstitution empfiehlt allerdings die Durchführung der Projektphase zwischen Ende Juli und Ende Oktober 2020. Zwei ASA-Seminare finden parallel zur Projektphase in Deutschland im April und Juni 2020 statt, ein weiteres im Frühjahr 2021.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Projektphasen in Vollzeit. Die Projektphase in Deutschland findet in Eichstätt statt.

In Zusammenarbeit mit

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU); ClimatePartner GmbH; Uganda Martyrs University (UMU); Uganda Wildlife Authority (UWA)