Hauptnavigation

Nachhaltigkeit in der Logistik: Strategien und Konzepte für nachhaltige Systeme erforschen

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1507
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe global 1
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

VWL, Logistik, Wirtschaftsingenieurwesen

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Namibia | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück an ihre eigene Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für Materialwirtschaft und Lieferwege? Dieses Projekt ist ein Forschungsvorhaben für nachhaltige Logistik in einem nationalen Kontext. Um hieran mitzuwirken, haben Sie einen ingenieurwissenschaftlichen  oder betriebswirtschaftlichen Hintergrund oder bringen fundierte Kenntnisse im Logistikmanagement mit. Sie sollten überdies mit grundlegenden analytischen Instrumenten im Bereich Management und Wirtschaft vertraut sein und praktische Erfahrung in der Wissenschaft haben. Ihr Bachelorstudium sollten Sie fast abgeschlossen haben oder Sie studieren bestenfalls bereits im Master. Da das Projekt abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen und Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen.

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) ist eine der größten Universitäten für technische Studiengänge in Deutschland. Nachhaltigkeit ist ein Kernkonzept in ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit. An der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften befasst sich der Forschungsbereich "Energie, Mobilität und Umwelt" mit verschiedenen Fragestellungen in diesem Zusammenhang. In den Masterstudiengängen Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen wird das Vertiefungsmodul „Nachhaltigkeit und Unternehmen" angeboten.

Die Namibia University of Science and Technology in Windhoek ist die zweite staatliche Hochschule Namibias. Das Thema Nachhaltigkeit ist ein Schlüsselkonzept in der Lehre und Forschung der Universität und wird in Bachelor- und Masterstudiengängen sowie bei Logistik-Projekten mit einbezogen. So auch im Logistik-Masterplan, den Namibia vor kurzem verabschiedet hat, und der den Ausbau von Häfen, Schienen- und Straßeninfrastrukturen vorsieht. Nachhaltigkeit ist dabei ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung des Landes.

Das Institute for Industrial Management FIR e. V. (FIR) ist eine gemeinnützige, branchenübergreifende Forschungs- und Ausbildungseinrichtung an der RWTH Aachen. Das Institut befasst sich mit industrienaher Forschung, Qualifizierung und Lehre und berät darüber hinaus Industrie- und Logistikunternehmen. Die Geschäftsführung von FIR leitet das Cluster Smart Logistik an der RWTH Aachen seit 2010. Viele Projekte orientieren sich an nachhaltigen Strategien und Geschäftsmodellen, insbesondere mit Fokus auf die Logistikbranche in Deutschland.

Die Partnerinstitutionen planen im Rahmen ihrer Internationalisierungs- und Kapazitätsaufbau-Strategie für afrikanische Länder eine interdisziplinäre und langfristige Zusammenarbeit. Ziel des Projekts ist eine umfassende Analyse des Potenzials für die Implementierung nachhaltiger Logistiksysteme in Namibia. Auf Grundlage dieser Auswertung sollen konkrete Kooperationsprojekte zur Verbesserung der Logistikkette in Namibia identifiziert werden.

In der Projektphase an der RWTH in Aachen arbeiten Sie in Teams mit Studierenden aus Namibia. In den ersten Wochen erarbeiten und strukturieren Sie gemeinsam bekannte Ideen und Konzepte zu nachhaltigen Logistiksystemen. Außerdem analysieren Sie die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland und Namibia. Weitere Aufgaben sind die Erfassung von Best-Practice-Beispielen für nachhaltige Logistik im Zusammenhang mit den Rahmenbedingungen (z.B. städtische und ländliche Gebiete) und der Besuch des örtlichen Digital Hubs. Darüber hinaus führen Sie Gespräche mit Existenzgründenden im Bereich Logistik. Außerdem entwickeln Sie eine Matrix zu Strategien und Geschäftsmodellen und wirken an Analysen sowie der Strukturierung von mikroökonomischen Daten bezüglich des Logistiksystems in Namibia mit. Zum Abschluss der Projektphase bereiten Sie eine Präsentation für die beteiligten Organisationen und Unternehmen im Bereich Logistik vor.

In der Projektphase in Windhoek wirken Sie bei der Entwicklung eines Logistikplans für Namibia mit. Dazu unterstützen Sie unter anderem bei der Analyse der geographischen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Einflussfaktoren des Landes. Zudem wirken Sie an einem Fragebogen zum Verständnis von Maßnahmen, Strategien und Geschäftsmodellen zur Logistik mit und führen Interviews mit Unternehmensvertretungen zu Verbesserungspotenzialen in diesem Bereich. Anschließend werten Sie die Fragebögen und Interviews aus. Die zweite Projektphase schließen Sie ebenfalls mit der Präsentation Ihrer Ergebnisse ab.

Sollte die Projektphase digital umgesetzt werden, finden wöchentliche Online-Meetings und Diskussionen mit dem Projektteam statt. Darüber hinaus entwickeln Sie einen Kommunikationsplan mit Ihrem direkten Team. Außerdem finden regelmäßig kleine Workshops zur interkulturellen Kommunikation, zum Projektmanagement und zum Teambildung statt.

Die Projektphase in Deutschland findet – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen April und Juni 2021 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli und Dezember 2021. Die Partnerinstitution empfiehlt allerdings eine Durchführung der Projektphase im Partnerland zwischen Anfang September und Anfang Dezember 2021. Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Aachen statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH), Namibia University of Science and Technology (NUST), lnstitute for Industrial Management FIR e.V. (FIR). - Die Zusammenarbeit findet digital oder im Präsenzmodus statt.