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Weiterbildungsangebote im Bereich der digitalen Geomedien für das Management von UNESCO-Stätten entwickeln (Eswatini)

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1502
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe global 1
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Geografie, Umweltmanagement, Management, Nachhaltigkeitswissenschaften, Informatik

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Eswatini | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit deutschen Hochschulen und ihren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme wissenschaftliches Arbeiten und entwicklungspolitische Praxiserfahrungen zu verbinden. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen ihre Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam; drei Monate Online oder in Präsenz bei einer Partnerinstitution in Deutschland und anschließend ebenso lange Online oder in Präsenz in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas.

Projektbeschreibung

Kennen Sie sich mit Geographischen Informationssystemen (GIS) aus? Und interessieren Sie sich für die Konzeption von Lehrangeboten für Mitarbeiter*innen von Schutzgebieten und UNESCO-Stätten wie zum Beispiel den Biosphärenreservaten Lubombo in Eswatini oder der Rhön in Deutschland? Dieses Projekt entwickelt Weiterbildungsangebote für die Verbesserung des Managements von UNESCO-Stätten und nutzt dabei insbesondere Werkzeuge der digitalen Geomedien (z.B. Fernerkundung, GIS und mobile Geo-Tools). Durch Erhebungen zu aktuellen Trends und Bedarfsanalysen der unterschiedlichen Zielgruppen beraten und unterstützen Sie bei der Erstellung von Kursangeboten und -inhalten. Um hieran mitzuwirken bringen Sie grundlegende Fähigkeiten aus den Bereichen des Geodaten- und Naturschutzgebietsmanagements und/oder Umweltschutzes mit. Außerdem sollten Sie mit analogen und digitalen Lehrtechniken vertraut sein. Studienerfahrungen aus den Fachbereichen Geographie, Forstwirtschaft, Umwelt- sowie Nachhaltigkeitswissenschaften sind hier willkommen. Da das Projekt abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen und Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen im Team zu erledigen. Dabei können Sie auf die Unterstützung der Partnerinstitutionen vertrauen.

Die Pädagogische Hochschule (PH) in Heidelberg wurde 1962 gegründet und bildet über 4.600 Studierende in bildungswissenschaftlichen Fächern national sowie international aus. Der 2016 eingerichtete UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten ist der erste und bisher einzige UNESCO-Lehrstuhl in Baden-Württemberg. Ziel des Lehrstuhls und der Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) ist die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung mit Hilfe moderner Methoden der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung. Dabei kooperiert der Lehrstuhl eng mit der Universität Heidelberg sowie umliegenden Institutionen.

Hierfür kommen beispielsweise digitale Geoinformationstechnologien und innovative Labor- und Feldmethoden zur Erfassung von Umweltveränderungen zum Einsatz. Bereits seit 2010 ist die GIS-Station – Kompetenzzentrum für digitale Geomedien – als Verbindung aus Forschungszentrum und Fortbildungseinrichtung für Lehrkräfte und Referendare sowie als außerschulischer Lernort für Schulklassen tätig. Im Rahmen vielfältiger Projekte wie z.B. Space2Place oder Space4Geography sind in den vergangenen Jahren auch zahlreiche E-Learning-Angebote u.a. für Beteiligte von UNESCO-Stätten entwickelt worden.

Die Eswatini National Commission for UNESCO wurde auf der Grundlage der Verfassung der UNESCO für alle ihre Mitgliedstaaten eingerichtet. Sie mobilisiert und koordiniert Partnerschaften mit Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in den Zuständigkeitsbereichen der UNESCO (Bildung, Wissenschaft, Kultur, Kommunikation und Informationsarbeit). Als Vertretung der UNESCO in Eswatini stellt die Eswatini National Commission sicher, dass der Auftrag der UNESCO, durch seine Agenda zur Förderung von Frieden und Entwicklung im Land beizutragen, erfüllt wird. Darüber hinaus berät sie Regierungsministerien und überwacht die Umsetzung von UNESCO-bezogenen Programmen.

Bereits vor der Einrichtung des UNESCO-Vorsitzes Heidelberg bestand eine langjährige Zusammenarbeit zwischen der Research Group for Earth Observation (rgeo) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Deutschen UNESCO-Nationalkommission. Seit mehreren Jahren ist die Deutsche Nationalkommission mit ihren Partnern in Ländern der südafrikanischen Region aktiv, darunter auch Eswatini. Basierend auf der bereits bestehenden Zusammenarbeit zwischen beiden Nationalkommissionen ist es das Ziel, langfristig eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem UNESCO-Vorsitz Heidelberg und der Eswatini National Commission for UNESCO zu etablieren.

Der Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf der Entwicklung und Etablierung von Weiterbildungsangeboten mit Fokussierung auf digitale Geomedien für Studierende, Lehrende und Menschen mit Expertise zu Schutzgebieten. Dieses Projekt soll an bereits bestehende analoge und digitale Weiterbildungsmöglichkeiten anknüpfen und diese den Bedürfnissen internationaler Zielgruppen anpassen. Hierfür sollen E-Learning-Angebote entsprechend modifiziert und weiterentwickelt werden. Außerdem sollen so Möglichkeiten für internationale Partnerschaften und Austauschprogramme geschaffen werden.

In der ersten Projektphase in Heidelberg machen Sie sich zunächst mit den Lehrmethoden und Angeboten der Abteilung Geographie und speziell des UNESCO-Lehrstuhls für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten vertraut. In enger Kooperation mit den beteiligten Akteurinnen und Akteuren recherchieren Sie zunächst zu bestehenden Studien- und Weiterbildungsangeboten in Deutschland sowie zu aktuellen Trends und Bedarfen. Gemeinsam mit dem rgeo-Team und externen Partnern ermitteln Sie zudem potenzielle Zielgruppen (z.B. Mitarbeitende der UNESCO-Welterbestätten, in Biosphärenreservaten oder den globalen Geoparks), entwerfen potenzielle Weiterbildungsangebote im Bereich digitaler Geomedien und entwickeln innovative Marketingstrategien.

In der zweiten Projektphase in Mbabane intensivieren Sie den Austausch mit den externen Partnerorganisationen und -institutionen und verfeinern die bereits vorbereitete Studie zu potenziellen Zielgruppen und deren Bedarfen. Zudem analysieren Sie gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der Eswatini National Commission for UNESCO den aktuellen Arbeitsmarkt und die spezifischen Anforderungen im Bereich der digitalen Geomedien. Bei der Entwicklung neuer Kursangebote und -inhalte stehen Sie beratend und unterstützend zur Seite. Außerdem tragen Sie mit Ihren Aktivitäten zur Erweiterung des internationalen Netzwerks kooperierender Institutionen, Organisationen und Universitäten in Eswatini und den umliegenden Ländern bei.

Sollte die Ausreise nicht möglich sein, können Sie Ihre Aufgaben mit Hilfe von virtueller Kommunikation und digitalen Plattformen ebenso gut ausführen.

Die Projektphase in Deutschland findet – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen April bis Juni 2021 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli und Dezember 2021. Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April, Mai und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Heidelberg statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten - Research Group for Earth Observation (rgeo) – Abteilung Geographie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (PH), Eswatini National Commission for UNESCO. - Die Zusammenarbeit findet digital oder im Präsenzmodus statt.