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Mit nachhaltigen Strategien im urbanen Raum Infektionskrankheiten durch Mücken eindämmen

Programmkomponente: ASA-Hochschule basis
Projekt-Nr.: 1414
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe basis
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Global Health, Public Health, Biologie, Humanmedizin

Pflichtsprache(n)

Spanisch, Englisch

Land/Region

Kolumbien | Lateinamerika und Karibik

ASA-Hochschule basis

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück an die eigene Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format basis dauert das Projekt sechs Monate – es findet zunächst in Deutschland, dann bei einer Partnerinstitution in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas statt.

Projektbeschreibung

Haben Sie Kenntnisse in Biologie oder Medizin? Dieses Projekt möchte nachhaltige Strategien zur Eindämmung von Virenkrankheiten wie Dengue und Zika entwickeln, um die öffentliche Gesundheit zu schützen. Hierfür bringen Sie Interesse an Forschung im Allgemeinen und am Thema globale Gesundheit mit. Da das Projekt abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, mit gängigen Anwendungen Videokonferenzen durchzuführen und Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen.

Das Zentrum für Medizin und Gesellschaft (ZMG) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg beschäftigt sich mit Fragen globaler Gesundheit. Die Forschung, Lehre und Praxis des Zentrums ist interdisziplinär angelegt und bewegt sich an der Schnittstelle von Natur-, Human -und Sozialwissenschaften. Das ZMG ist in ein internationales Forschungsnetzwerk eingebettet. Der Fokus dieser Forschungskooperationen liegt auf den gesundheitlichen Bedürfnissen insbesondere städtischer Bevölkerungen und der Suche nach Lösungsansätzen in Problembereichen globaler Gesundheit.

Das Instituto Departamental de Salud in Cucuta, Kolumbien ist im Rahmen des Vector Control Programm an der Entwicklung nationaler Richtlinien für die Eindämmung von Krankheiten beteiligt, die durch Aedes-Mücken übertragen werden. Die Institution arbeitet mit einem System zur kostengünstigen Kontrolle und Überwachung von Aedes-Populationen, dem sogenannten Ovitrap-System. Die beiden Partnerinstitutionen haben sich der Reduzierung verbreiteter Tropenkrankheiten verschrieben. Dafür arbeiten sie an einem Überwachungsinstrument für Mückenarten, die Infektionen übertragen.

Falls das Projekt analog stattfindet, setzen Sie sich während der dreimonatigen Projektphase in Freiburg mit quantitativen Methoden für Gesundheitserhebungen und qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden auseinander. Sie erhalten zunächst eine Einführung in die Methode der Tiefeninterviews, Beobachtungstechniken und Fokusgruppendiskussionen. Auf Basis dessen entwickeln Sie ein Protokoll für die anschließende Feldstudie. Weiterhin begegnen Sie den Mitarbeitenden der Partnerinstitution in Kolumbien per Videokonferenz und erhalten Ihr Briefing in Sicherheitsfragen, um sich auf die Projektphase in Cucuta vorzubereiten. Findet das Projekt digital statt, werden Sie verstärkt mit Literatur arbeiten und verschiedene Methoden zur systematischen Literaturübersicht kennenlernen.

Während der Projektphase in der Stadt Cucuta arbeiten Sie an dem Ovitrap-System zur urbanen Überwachung von Mücken der Aedes-Gattung, die Krankheiten übertragen. Ovitraps sind dunkle Plastikbecher mit rauer Oberfläche, die zur Hälfte mit Wasser gefüllt sind. Diese werde alle 14 Tage von Inspektoren zur Vektorkontrolle auf Mückeneier überprüft, um mehr über die Anzahl und Ausbreitung der Mücken in den verschiedenen Stadtgebieten zu erfahren. Sie unterstützen das Team vor Ort bei der Studie zur Nützlichkeit, Aufwand und Kosten der Ovitraps und deren Akzeptanz in der Bevölkerung.

Findet die Projektphase digital statt, führen Sie eine systematische Literaturrecherche und abschließende Analyse durch. Die Partnerinstitutionen stellen Ihnen eine Vielzahl an Informationen und Daten zu Demographie, sozioökonomischem Status, Vektorendichte und Infektionshäufigkeit von Dengue, Zika und Chikungunya in Cucuta bereit. Außerdem unterstützen Sie das Team in enger Zusammenarbeit durch virtuelle Kommunikation bei der Ermittlung der Nützlichkeit einer Dengue-App und SMS-Nachrichten. Mit diesen Werkzeugen soll die städtische Bevölkerung bei der Vektorenüberwachung eingebunden werden.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2021 statt, die Projektphase im Partnerland von Juli bis September 2021. Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April, Mai und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeitprojekte. Die Projektphase in Deutschland findet in Freiburg statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Instituto Departamental de Salud, Albert-Ludwigs Universität Freiburg. - Die Zusammenarbeit findet digital oder im Präsenzmodus statt.