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Die Kommunikation im Gesundheitswesen stärken: Früherkennung einer parasitären Infektionskrankheit verbessern

Programmkomponente: ASA-Hochschule basis
Projekt-Nr.: 1408
Seminargruppe: Seminargruppe 4
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Geografie, Medizin, Public Health, Sozialforschung

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Nepal | Asien

ASA-Hochschule basis

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück in Lehre und Forschung der eigenen Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format basis dauert das Projekt sechs Monate – es findet zunächst in Deutschland, dann bei einer Partnerinstitution in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas statt.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für öffentliche Gesundheit? Durch dieses Projekt soll die Früherkennung der Infektionserkrankung Leishmaniose verbessert werden. Um hier mitwirken zu können, brauchen Sie fundierte Kenntnisse in Medizin oder Public Health, die Sie zum Beispiel im Studium erworben haben. Auch Sozialwissenschaften, Geographie oder verwandte Fächer sind relevant.

Das Zentrum für Medizin und Gesellschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und das Institut für Mikrobiologie der Tribhuvan University in Kathmandu, Nepal, kooperieren seit 2005. Mit dem Projekt haben sie maßgeblich zur fast vollständigen Eliminierung von Leishmaniose in Nepal, Bangladesch und Indien beigetragen. Das aktuelle Teilprojekt hat das Ziel, Schwachstellen in der Kommunikation zwischen medizinischen Zentren, der Bevölkerung und dem Gesundheitsministerium zu analysieren. Damit soll eine wesentlich bessere Früherkennung von infizierten Personen erreicht werden. Außerdem arbeiten die Partnerinstitutionen an Anpassungsstrategien an den Klimawandel, da dieser zu einer starken Verbreitung der krankheitsübertragenden Sandmücken führt.

An der Universität Freiburg machen Sie sich mit quantitativen Methoden der Gesundheitserhebung und qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschungstechniken vertraut. Begleitet von den wissenschaftlichen Mitarbeitenden vor Ort werden Sie sich insbesondere mit Tiefeninterviews, Beobachtungstechniken und Gruppendiskussionen befassen. Anschließend planen Sie eine Studie für die zweite Projektphase. Über elektronische Medien lernen Sie die Projektbeteiligten in Nepal kennen und tauschen sich bereits über die Aktivitäten aus.

In Kathmandu wirken Sie im Tandem an einer der folgenden Aufgaben mit: Sie sind entweder im Bezirksamt tätig, wo Sie die dokumentierten Fälle der Krankheit analysieren. Unter anderem werten Sie aus, wie die Behandlung stattfand und wann die Diagnose ans Ministerium gemeldet wurde. Außerdem sind Sie in Krankenhäusern und Gesundheitszentren vor Ort aktiv, wo Sie den Umgang mit Erkrankten beobachten und festhalten. Oder Sie besuchen verschiedene Gesundheitsämter im Bezirk zu Forschungszwecken. Sie führen Interviews durch, die mögliche Gründe für eine späte Diagnose und Behandlung sowie eine mangelhafte Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsinstitutionen thematisieren.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2020 statt; im Partnerland zwischen Juli und September 2020.

Zwei ASA-Seminare finden parallel zur Projektphase in Deutschland im April und Juni 2020 statt, ein weiteres im Frühjahr 2021.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeitpraktika. Die Projektphase in Deutschland findet in Freiburg statt.

In Zusammenarbeit mit

Zentrum für Medizin und Gesellschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; Tribhuvan University Kathmandu