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Tourismus fördern und Orte kolonialer Erinnerung mitgestalten

Programmkomponente: ASA basis
Projekt-Nr.: 1334
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe basis
Dauer Projektphase: 3 Monate

Berufsrichtung

Tourismus, Hotel- und Gastgewerbe; Kunst, Kultur und Gestaltung
Für Auszubildende oder Menschen mit abgeschlossener Lehre besonders geeignet.

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Afrikanistik, Anthropologie, Veranstaltungsmanagement, Geschichte, Global Studies, Kulturerbe, Kulturmanagement, Museologie, Museumspädagogik Tourismus, Postcolonial Studies

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Swahili

Land/Region

Tansania | Afrika

ASA basis

Bei ASA basis sind die Teilnehmenden in der Regel in Zweier-Teams drei Monate in einem Projekt bei staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas tätig. Die Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Basis-Initiativen und Durchführungsorganisation staatlicher Entwicklungszusammenarbeit bilden ein weites Spektrum von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung ab.

Projektbeschreibung

Möchten Sie sich mit post-/kolonialer Geschichte auseinandersetzen und interessieren sich für die hiermit verbundene Mitgestaltung von Erinnerungskultur? Dieses Projekt fördert Kulturtourismus, indem es an historisch bedeutsamen Orten Erinnerungsstätten errichtet. In diesem Projekt können Sie Ihre Kenntnisse im bildenden Tourismusbereich oder im Kulturmanagement einbringen. Ebenso hilfreich sind Erfahrungen aus dem Bereich der Museumskunde. Oder Sie bringen Ihre Kompetenzen aus den Bereichen Geschichte, Anthropologie oder Global Studies ein. Kenntnisse im Erhalt von Kulturerbe sind ein Plus.

Die Abteilung für Tourismus und Gastfreundschaft an der St. Augustine Universität in Mwanza, Tansania möchte nachhaltigen Tourismus in der Stadt etablieren und fördern. Dafür kooperiert sie mit den Orten Mwanza und Würzburg, die seit 1966 Partnerstädte sind und gemeinsame politisch-kulturelle Projekte durchführen. Seit 2013 thematisieren ihre Angebote die tansanisch-deutsche Geschichte im post-/kolonialen Kontext. Nicht nur die lokale Bevölkerung soll sich mit dieser durch Erinnerungsstätten auseinandersetzen, sondern auch internationales Publikum soll durch die Kooperation angezogen werden. Dies geschieht an zentralen Orten der deutschen Kolonialherrschaft im urbanen Raum.

Im Rahmen dieser Kooperation wird das Haus eines Kolonialfunktionärs restauriert und zu einem Museum und kritischen Gedenkort umfunktioniert. Sie unterstützen die Partnerinstitutionen, die die Nutzung des Hauses und des Grundstücks konzeptionell und strategisch ausarbeiten. Dazu gehört beispielsweise, eine Zukunftsvision für das Museum zu entwickeln und diese mit anderen kulturellen Organisationen in der Region zu vernetzen. Abhängig vom Stand der Renovierung können Sie auf Basis eines bereits existierenden Konzepts eine historische Stadtführung als permanentes Angebot aufbauen. Dafür handeln Sie Kooperationen wie etwa mit der Universität aus und erarbeiten Informationstafeln für die Route. Außerdem organisieren Sie kulturelle Veranstaltungen, um zur Förderung des bildenden Tourismus in der Region beizutragen.

Vor Beginn der Projektphase wünschen sich die Partnerinstitutionen einen Besuch der ASA-Teilnehmenden in Würzburg, um Sie mit den projektbeteiligten Organisationen und Personen vor Ort bekannt zu machen. Außerdem soll Ihnen so ein erster Einblick in das Projekt gegeben werden, das über viele Jahre hinweg gewachsen ist. Sie sollten zudem die Bereitschaft mitbringen, auch nach Beendigung des Projekts Ihre Erfahrungen an nachfolgende Teilnehmende weiterzugeben.

Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April, Mai und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022. Die Projektphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli und Dezember 2021. Die Partnerinstitution empfiehlt allerdings die Durchführung der Projektphase zwischen Anfang Juli und Ende September 2021.

In Zusammenarbeit mit

St. Augustine University of Tanzania, City of Mwanza, Stadt Würzburg. - Die Zusammenarbeit findet im Präsenzmodus statt.