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Tourismus fördern: Orte der kolonialen Erinnerung mitgestalten

Programmkomponente: ASA basis
Projekt-Nr.: 1331
Seminargruppe: Seminargruppe 3
Dauer Projektphase: 3 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Afrikanistik, Anthropologie, Veranstaltungsmanagement, Geschichte, Global Studies, Kulturerbe, Kulturmanagement, Museologie, Museumspädagogik Tourismus, Postcolonial Studies

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Kiswahili

Land/Region

Tansania | Afrika

ASA basis

Bei ASA basis sind die Teilnehmenden in der Regel in Zweier-Teams drei Monate in einem Projekt bei staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas tätig. Die Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Basis-Initiativen und Durchführungsorganisation staatlicher Entwicklungszusammenarbeit bilden ein weites Spektrum von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung ab. Teilnehmende von ASA basis besuchen darüber hinaus drei mehrtägige Seminare und erhalten Impulse zur Reflexion des eigenen Lernprozesses.

Projektbeschreibung

Sie setzen sich gern mit post-/kolonialer Geschichte auseinander und interessieren sich für die hiermit verbundene Aufrechterhaltung von Erinnerungskultur? Dieses Projekt fördert Tourismus, indem es an historisch bedeutsamen Orten Erinnerungsstätten errichtet. In diesem Projekt können Sie Ihre Kenntnisse im Tourismus oder im Kulturmanagement einbringen. Ebenso hilfreich sind Erfahrungen aus dem Bereich der Museumskunde. Oder Sie bringen Ihre Kompetenzen aus dem Bereich Geschichte, Anthropologie oder Global Studies ein. Kenntnisse im Erhalt von Kulturerbe sind ein Plus.

Die Abteilung für Tourismus und Gastfreundschaft an der St. Augustine Universität in Mwanza, Tansania, möchte nachhaltigen Tourismus in der Stadt etablieren. Dafür kooperiert es mit den Orten Mwanza und Würzburg, die seit 1966 Partnerstädte sind und gemeinsame politisch-kulturelle Projekte durchführen. Seit 2013 thematisieren ihre Angebote die tansanisch-deutsche Geschichte im post-/kolonialen Kontext. Nicht nur die lokale Bevölkerung soll sich mit dieser durch Erinnerungsstätten auseinandersetzen; durch die Kooperation soll auch internationales Publikum angezogen werden. Dies geschieht an zentralen Orten der deutschen Kolonialherrschaft im urbanen Raum.

Im Rahmen dieser Kooperation wird das Haus eines Kolonialfunktionärs restauriert und als Museum umfunktioniert. Sie unterstützten die Partnerinstitutionen, die Nutzung des Hauses und Grundstücks konzeptionell und strategisch ausarbeiten. Dazu gehört beispielsweise, eine Zukunftsvision für das Museum zu entwickeln und es mit anderen kulturellen Organisationen in der Region zu vernetzen. Abhängig vom Stand der Renovierung können Sie auf Basis eines bereits existierenden Konzepts eine historische Stadtführung als permanentes Angebot aufbauen. Dafür handeln Sie Kooperationen, wie etwa mit der Universität aus, und erarbeiten Informationstafeln für die Route. Außerdem organisieren Sie eine kulturelle Veranstaltung, um zur Förderung des Tourismus in der Region beizutragen.

Vor Beginn der Projektphase wünschen sich die Partnerinstitutionen einen Besuch Ihrerseits in Würzburg, um Sie mit den projektbeteiligten Organisationen und Personen vor Ort bekannt zu machen. Außerdem soll Ihnen ein erster Einblick in das über viele Jahre hinweg gewachsene Projekt gegeben werden. Sie sollten zudem die Bereitschaft mitbringen, auch nach Beendigung des Projekts Ihre Erfahrungen an nachfolgende Teilnehmende weiterzugeben.

Die ASA-Seminare finden im April und Juni 2020 sowie im Frühjahr 2021 statt.
Die Projektphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli 2020 und Januar 2021. Die Partnerinstitution empfiehlt allerdings die Durchführung der Projektphase zwischen Anfang Juli und Ende September 2020. 

In Zusammenarbeit mit

St. Augustine University of Tanzania; City of Mwanza; Stadt Würzburg