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Greening Africa Together Netzwerk: Eine afrikabasierte Zertifizierung für CO2- Kompensationsprojekte entwickeln

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1218
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe global 2
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Landwirtschaft, Ökologie, Umweltschutz, Grafik Design, Energietechnik, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeitswissenschaften

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Uganda | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück an ihre eigene Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für nachhaltige Energiekonzepte und haben bereits erste Forschungserfahrungen? Dieses Projekt beschäftigt sich mit dem aktiven Umweltschutz und erarbeitet Konzepte für die CO2-Kompensierung und Zertifizierung. Um hier zu unterstützen, sollten Sie gute Kenntnisse im Bereich Umwelt und nachhaltige Energiegewinnung, sehr gute Computerkenntnisse und idealerweise auch Kenntnisse im Grafik Design haben. Außerdem sind Sie offen für die Arbeit in einem internationalen Team. Da das Projekt abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen sowie Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen.

Die deutsche Partnerinstitution ist die Technische Universität (TU) Berlin. Die Mitglieder der Universität sind dem Prinzip der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Die TU Berlin bietet dafür eine Vielzahl von Studiengängen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt, Erneuerbare Energien und Projekte wie das Service-Learning-Modul Greening Africa Together.

Alle Hand in Hand ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der neben der TU Berlin Ansprechpartner für die Teilnehmenden ist.

Die Uganda Martyrs University (UMU) in Kampala ist eine private katholische Universität, die vom ugandischen Nationalrat für Hochschulbildung lizenziert ist. An der Universität ist das von der Weltbank unterstütze Center of Agroecology and livelihood systems (ACALISE) angesiedelt. Das Zentrum legt seiner Auseinandersetzung mit nachhaltiger Agrarökologie eine klimafreundliche und ganzheitliche Lebensweise zugrunde und nutzt dafür insbesondere lokales und regionales Wissen.

Die Privatuniversität Ndejje Universität in Kampala wurde 1992 in Uganda gegründet. An der Universität (Fakultät für Ingenieurwesen) ist das etablierte Energy Research and Development Centre (ERDC) angesiedelt, das die Nutzung erneuerbarer Energien und energieeffizienter Technologien für den Umweltschutz verbessern will. Außerdem führt das Zentrum Schulungen in verschiedenen Gemeinden in den Bereichen Brikettherstellung, Solaranlagen, Biogasanlagendesign und -installationen durch.

Das gemeinnützige Partnerinstitut Namugongo Social Services Organisation (New Humanity) (NASSO) in Kampala sieht sich der spirituellen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung ugandischer Gemeinden verpflichtet und ist New Humanity Africa zugehörig. NASSO betreut Programme in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und frühkindliche Entwicklung sowie sozioökonomische Entwicklung. Im Rahmen des sozioökonomischen Programms arbeitet die NASSO an einem Projekt zur nachhaltigen städtischen Landwirtschaft.

Die Partnerinstitutionen sind Teil des Hochschul- und NRO-Netzwerks Greening Africa Together. Das Netzwerk besteht aus afrikanischen Universitäten, gemeinnützigen Organisationen und der TU Berlin. Gemeinsames Ziel ist es, junge Menschen in Afrika zum Kampf gegen den Klimawandel zu ermutigen. Greening Africa Together verfolgt den Ansatz des Service Learning, welches gesellschaftliches Engagement mit Fachwissen verbindet. Dazu wird die aktive Zusammenarbeit zwischen Studierenden und lokalen Gemeinschaften gefördert. Master-Studierende aller Partneruniversitäten identifizieren zusammen die spezifischen Bedürfnisse einzelner Zielgruppen in den Bereichen erneuerbare Energien, Abfall- und Ressourcenmanagement, Zugang zu sauberem Wasser und ökologische Landwirtschaft unter Einsatz nachhaltiger Technologien. Das Netzwerk arbeitet unter anderem an einer Zertifizierung, die es afrikanischen Universitäten und NROs ermöglicht, studentische und zivilgesellschaftliche CO2-Kompensationsprojekte zu realisieren und finanzieren.

In der ersten Projektphase arbeiten Sie im Büro von Greening Africa Together an der TU Berlin. Während einer dreiwöchigen Orientierungsphase lernen Sie das Team kennen, führen Literaturrecherchen durch und machen sich mit den Aufgaben vertraut. Anschließend bereiten Sie Instrumente zur Datenerhebung für das CO2-Zertifizierungsprojekt vor, führen Interviews durch und analysieren die erhobenen Daten. Darüber hinaus nehmen Sie an Exkursionen zum Thema CO2-Kompensation teil. Weitere Aufgaben sind die Erstellung von Berichten sowie die Erarbeitung eines Entwurfs zur Qualitätssicherung von CO2-Kompensations-Projekten. Sollte das Projekt digital umgesetzt werden, wird die Zusammenarbeit nach Absprache mit der Partnerinstitution individuell angepasst.

In der zweiten Projektphase an der Uganda Martyrs University in Kampala nehmen Sie an einem Workshop zur C02-Kompensation in Kenia digital oder analog teil. Weitere Aufgaben sind die Literaturrecherche und die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer Feldforschung im Rahmen der aktuellen GATo Biogas- und Treibstoffbrikett-Projekte Uganda. Auch hier nehmen Sie an Exkursionen teil und erarbeiten abschließend einen Entwurf zur Qualitätssicherung von CO2-Kompensation.

Die Partnerinstitutionen sind auch auf eine möglicherweise rein digitale Projektdurchführung eingestellt. Da die Kommunikation mit dem internationalen Team zum Großteil digital abläuft, können die Aufgaben für eine Online-Version angepasst werden.

Die Projektphase in Deutschland findet zwischen April und Juni 2021 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli und Dezember 2021. Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Berlin statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Technische Universität Berlin; Uganda Martyrs University – Nkozi, Namugongo Social Services Organisation (New Humanity), Ndejje University, Alle Hand in Hand e.V. - Die Zusammenarbeit findet digital oder im Präsenzmodus statt.