Hauptnavigation

Greening Africa Together Netzwerk: Zertifizierung für CO2-Kompensationsprojekte: Das Friedenswaldprojekt, Bewertung einer Kohlenstoffsenke und Leistungen des Ökosystems

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1216
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe global 2
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Energie- und Elektrotechnik, Naturwissenschaften und Umweltschutz, Land-, Forst-, Tierwirtschaft, Gartenbau

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Französisch, Wolof, Dioula

Land/Region

Senegal | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück an ihre eigene Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für Klimaschutz und zukunftsorientierte Energiekonzepte? Dann können Sie in diesem Projekt zur nachhaltigen Förderung von CO2-Kompensationsprojekten mitwirken. Hierfür haben Sie einen landwirtschaftlichen, umwelt-, ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Hintergrund und Forschungspraxis. Idealerweise kennen Sie sich mit Co2-Kompensation und GIS-Tools aus. Von Vorteil sind auch Sprachkenntnisse in Französisch und Wolof sowie Freude an der Arbeit in einem internationalen und interdisziplinären Team. Da das Projekt abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen und Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen.

Die Technische Universität (TU) Berlin ist eine weltweit anerkannte Forschungsuniversität. Ihr Ziel ist die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technik zum Nutzen der Gesellschaft. Die TU Berlin bietet Studiengänge in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt, Erneuerbare Energien an.

Alle Hand in Hand ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der neben der TU Berlin Ansprechpartner für die Teilnehmenden ist.

Das senegalesische Institute of Environmental Sciences ist angegliedert an die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität von Dakar (Ucad). Das Institut betreibt hauptsächlich forstwirtschaftliche Forschung mit Schwerpunkt auf der Bekämpfung von Wüstenbildung und nachhaltiger Waldbewirtschaftung.

Die Assane SECK University of Ziguinchor im südlichen Senegal setzt sich für wissenschaftliche Innovationen und deren Nutzung für lokale Gemeinschaften ein. Zu den Schwerpunktthemen der Universität gehören Forstwirtschaft, erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Süd-Senegal. In Service-Learning Projekten wird zu sozialen und ökologischen Fragen geforscht.

Forêt Internationale ist eine gemeinnützige Organisation, die sich mit globalen Umweltfragen befasst. Schwerpunktthemen von Forêt Internationale sind erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Abfallmanagement und Forstwirtschaft. Der Nachhaltigkeitsanspruch der Projekte wird durch die Einbeziehung von lokalen Gemeinschaften in jeden Teil der Prozesse umgesetzt.

Die Partnerinstitutionen sind Teil des anwendungsorientierten Forschungs- und Bildungsnetzwerks Greening Africa Together (GATo). Das Netzwerk besteht aus afrikanischen Universitäten, gemeinnützigen Organisationen, der TU Berlin und anderen Partnern. Gemeinsames Ziel ist es, junge Menschen in Afrika für den Kampf gegen den Klimawandel zu ermutigen und Perspektiven aufzuzeigen. Greening Africa Together verfolgt den Ansatz des Service Learning. Dieser verbindet gesellschaftliches Engagement mit fachlichem Lernen. Dazu wird die aktive Zusammenarbeit zwischen Studierenden und lokalen Gemeinschaften gefördert. Master-Studierende aller Partneruniversitäten arbeiten in Gruppen an Service-Learning-Projekten zusammen, um die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppen in den Bereichen erneuerbare Energien, Abfall- und Ressourcenmanagement, Zugang zu sauberem Wasser und ökologische Landwirtschaft unter Einsatz nachhaltiger Technologien und Methoden zu erfüllen. Das Netzwerk strebt die Entwicklung einer freiwilligen CO2-Kompensationszertifizierung an, die es afrikanischen Universitäten und NROs ermöglichen soll, CO2-Kompensationsprojekte unter Beteiligung von Studierenden und der Bevölkerung zu realisieren und zu finanzieren.

Als ASA-Teilnehmende wirken Sie an den gemeinsamen Aktivitäten des Netzwerks zur Weiterentwicklung der GATo-Zertifizierung von CO2-Kompensationsprojekten mit. In der ersten Projektphase in Berlin führen sie Literaturrecherchen durch und bereiten Instrumente für die Datenerhebung vor. Anschließend wirken Sie an der Erhebung und Analyse der Daten mit und verfassen Berichte. Das aktuelle internationale GATo-Studierendenprojekt Peace Forest dient Ihnen als Fallstudie zur CO2-Kompensation. Sie arbeiten an einem Entwurf zu Standards, Kriterien und Indikatoren für die CO2- Kompensation.

In der zweiten Projektphase an den Partnerinstituten werden Sie sich im Team über Konzeptansätze austauschen, Literaturrecherchen vornehmen und ebenfalls eine Feldforschung zu den GAto Peace Forest Projekten durchführen. Dazu führen Sie Interviews und Gruppendiskussionen mit lokalen Gemeinden. Anschließend folgt die Auswertung der Daten und die Erstellung eines Berichts. Auch hier nehmen Sie an Exkursionen teil.

Sollte das Projekt digital umgesetzt werden, wird die Zusammenarbeit in Absprache mit den Partnerinstituten individuell gestaltet und der Situation angepasst.

Die Projektphase in Deutschland findet zwischen April und Juni 2021 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli und Dezember 2021. Drei ASA-Seminare finden online parallel zur Projektphase in Deutschland im April, Mai und Juni 2021 statt, ein weiteres im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Berlin statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Technische Universität Berlin; Institute of Environmental Sciences, Universität Cheikh Anta Diop Dakar; Assane SECK University of Ziguinchor; Forêt Internationale; Alle Hand in Hand e.V. - Die Zusammenarbeit findet digital oder im Präsenzmodus statt.