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Greening Africa Together Netzwerk: Ein Photovoltaiksystem für ein agrotouristisches CO2-Kompensationsprojekt entwickeln

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1213
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe global 2
Dauer Projektphase: 6 Monate

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Französisch, Lingala

Land/Region

Kongo, Demokratische Republik | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit deutschen Hochschulen und ihren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme wissenschaftliches Arbeiten und entwicklungspolitische Praxiserfahrungen zu verbinden. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen ihre Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam; drei Monate Online oder in Präsenz bei einer Partnerinstitution in Deutschland und anschließend ebenso lange Online oder in Präsenz in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas.

Projektbeschreibung

Welchen Beitrag leisten Klimaschutzprojekte zur Verringerung von Treibhausemissionen? Wenn Sie sich für diese Frage und für Themen nachhaltiger Entwicklung interessieren, können Sie in diesem Projekt gut mitwirken. Dieses hat das Ziel, ein Photovoltaiksystem für ein agrotouristisches CO2-Kompensationsprojekt einzurichten. Dafür benötigen Sie Qualifikationen im Bereich erneuerbare Energien, speziell zur Dimensionierung und dem Monitoring von Photovoltaikanlagen. Zudem sind Kenntnisse der nachhaltigen Entwicklung und Wirtschaft gewünscht. Sachkenntnis im Umgang mit Planungssoftware zur Simulation von Photovoltaiksystemen ist ebenfalls notwendig. Hilfreich sind darüber hinaus interkulturelle Kompetenzen. Da das Projekt rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen sowie Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen.

Die deutsche Partnerinstitution ist die Technische Universität Berlin (TUB). Das Projekt ist am Institut für Energietechnik der Fakultät für Prozesswissenschaften angesiedelt.

Die Université de Kinshasa liegt in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo und gehört zu den größten Universitäten des Landes. Das Projekt ist an der Fakultät für Ingenieurswissenschaften angesiedelt.

New Humanity Africa ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die sich auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte beruft und in über 100 Ländern aktiv ist.

Alle Hand in Hand ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der neben der TU Berlin Ansprechpartner für die Teilnehmenden ist.

Das Projekt findet vor dem Hintergrund des internationalen Forschungs- und Bildungsnetzwerks Greening Africa Together (GATo) statt, an dem unter anderem Universitäten und Nichtregierungsorganisationen aus der Demokratischen Republik Kongo, Benin, Kamerun, Senegal, Kenia und Uganda beteiligt sind. Greening Africa Together verfolgt den Ansatz des Service Learning. Dieser verbindet gesellschaftliches Engagement mit fachlichem Lernen. Dazu wird die aktive Zusammenarbeit zwischen Studierenden und lokalen Gemeinschaften gefördert. Master-Studierende aller Partneruniversitäten arbeiten in Gruppen an Service-Learning-Projekten zusammen, um die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppen in den Bereichen erneuerbare Energien, Abfall- und Ressourcenmanagement, Zugang zu sauberem Wasser und ökologische Landwirtschaft unter Einsatz nachhaltiger Technologien und Methoden zu erfüllen. Aufgrund der Klimaschutzziele der GATo-Entwicklungsprojekte in den Bereichen erneuerbare Energien und ökologischer Landwirtschaft wird eine Zertifizierung ihres CO2-Ausgleichs angestrebt. Ziel ist es, zu einer nachhaltigen Förderung und Finanzierung von sozio-ökonomischen Entwicklungsprojekten unter Beteiligung von lokalen Forschungsinstituten, Studierenden und der Bevölkerung beizutragen.

Als ASA-Teilnehmende wirken Sie an den Aktivitäten des Netzwerks zur Weiterentwicklung der GATo-Zertifizierung von CO2-Kompensationsprojekten mit. Zu Beginn Ihrer Projektphase in Deutschland tauschen Sie sich in einem multidisziplinären und internationalen Team über das Projekt und die anfallenden Aufgaben aus. Sie erarbeiten einen Literaturüberblick und bereiten Interviews vor, die Sie mit Experten und Expertinnen und der lokalen Bevölkerung durchführen. Die ASA-Teilnehmenden des Partnerlandes nehmen in digitaler Form an den Aktivitäten teil und wenden die gewonnenen Ergebnisse an lokalen GATo-Projekten an. In der Projektphase mit Fokus auf das Partnerland werden Sie an der Implementierung eines Photovoltaiksystems mitwirken. Ziel ist es, mit dieser Anlage die Nachbarschaft mit Solarenergie zu versorgen und lokale Einkommensquellen zu schaffen. Außerdem entwickeln Sie ein System für das Monitoring der Anlage. Damit trägt dieses agrotouristische CO2-Kompensationsprojekt zur Eindämmung des Klimawandels bei.

Das Projekt wird rein digital umgesetzt. Ermöglicht wird die regelmäßige Berichterstattung und der Austausch von Ideen, Fortschritten und Herausforderungen über digitale Kommunikationsplattformen. Auf diesem Wege erhalten Sie auch fachliche Unterstützung und praktische Einblicke in das Klimaschutzprojekt durch Mitarbeitende der Université de Kinshasa. Dabei stellt das Büro von GATo an der TU Berlin Arbeitsplätze bereit und ermöglicht individuelle Lösungen, um das Projekt in digitaler Form erfolgreich durchzuführen.

Die Projektphasen finden in Absprache zwischen April und Dezember 2021 statt; die Partnerinstitutionen empfehlen jedoch den Zeitraum zwischen Anfang April und Ende September. Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April, Mai und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Vollzeit statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Technische Universität Berlin (TU Berlin), Université de Kinshasa, New Humanity Africa - DRC, Alle Hand in Hand e.V. - Die Zusammenarbeit findet digital statt.