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Klimaschutz: Umweltbewusstsein von Jugendlichen stärken

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1212
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe global 2
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Umweltschutz, Umweltwissenschaften, Anthropologie, Humangeographie

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Swahili, Französisch

Land/Region

Kongo, Demokratische Republik | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück an ihre eigene Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Haben Sie einen umweltwissenschaftlichen Hintergrund und Interesse am Thema Nachhaltigkeit? Dieses Projekt möchte junge Menschen in die nachhaltige Konservierung von Ökosystemen einbeziehen, um das zivilgesellschaftliche Verständnis für Klimaschutz zu stärken und ein globales Bewusstsein für das Thema Nachhaltigkeit zu fördern. Hierzu bringen Sie Erfahrungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit mit, beispielsweise in Umwelt- und Naturschutz. Da das Projekt rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, an regelmäßigen Videokonferenzen teilzunehmen und Ihre Aufgaben digital mit Onlineworkshops und interaktiven Werkzeuge im Team durchzuführen.

Das Institut für Energy Engineering an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) leitet seit 2018 das Team der HEDERA Sustainable Solutions GmbH für inklusive Finanzinitiativen und nachhaltige Entwicklung. Gemeinsam konzipieren sie digitale Datenerhebungs- und Datenaufbereitungsmöglichkeiten für Organisationen, um diese bei der effektiven und transparenten Verwendung und Übersicht finanzhaushaltsbezogener Daten zu unterstützen. Zu diesem Vorhaben gehören verschiedene digitale Werkzeuge zur Visualisierung von Daten, der mobilen Datenerfassung durch Apps und der Vernetzung auf Plattformen.

Appui-conseils aux Projets et Initiatives du Développement Endogène (APIDE) mit Sitz in Bukavu in der Demokratischen Republik Kongo wurde 1991 gegründet, um agrarwirtschaftliche Nichtregierungsorganisationen (NROs) in der östlichen kongolesischen Region Süd-Kivu zu beraten. Seit 1994 setzt sich die Partnerinstitution für Nahrungssicherheit in mehreren Regionen ein. Beispielsweise beteiligt sie sich an Lagerung und Transport agrarwirtschaftlicher Erzeugnisse und betreut und schult Gemeinschaften in effizienter Tierhaltung. Das übergeordnete Ziel der NRO ist nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum, wofür sie mittlerweile ein Netzwerk aus 32 Organisationen etabliert hat.  Weitere Projektaktivitäten liegen im Bereich Beteiligung an Friedens- und Konfliktforschungsvorhaben und Mikrokreditvergabe an Frauen.

In einer auf solidarischem Wissenstransfer basierenden Forschungskooperation untersuchen die beiden Partnerinstitutionen seit Ende 2019 die Energieversorgung in der Demokratischen Republik Kongo. Mithilfe der digitalen Produkte aus Deutschland konnte APIDE innerhalb kürzester Zeit hunderte Haushaltsbefragungen in der östlichen Region durchführen. Ziel der Kooperation ist die Stärkung des Umweltbewusstseins von jungen Menschen vor Ort, um so den sozio-ökologischen Einflüssen des Kleinbergbaus in der Region zu begegnen. In der ersten Phase in Berlin führen Sie eine Evaluation zur Einstellung der lokalen Bevölkerung im Kongo zu dem Thema Umwelt- und Naturschutz mit Hilfe der bereits erhobenen Daten durch; im Anschluss entwickeln Sie Ideen, wie das ökologische Bewusstsein vor Ort gesteigert werden kann. In diesem Kontext schult die TU Sie in den Bereichen Waldschutz und Ressourcennutzung. Hierzu sind Sie mit verschiedenen globalen Organisationen, unter anderem aus Europa und Lateinamerika, in aktivem Kontakt.

In der zweiten Projektphase bei der Partnerinstitution in Bukavu befragen Sie zunächst Jugendliche vor Ort zu deren Nutzungsverhalten, Aktivitäten und Schutzmaßnahmen bezüglich der lokalen Waldflächen. Daraufhin entwickeln Sie für diese Zielgruppe Workshops im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements und der ökologischen Konservierung. Anschließend führen Sie diese Bildungsangebote durch. Außerdem nehmen Sie an Trainings zivilgesellschaftlicher und religiöser Organisationen und Gruppen zu benachbarten Themen teil. Weiterhin organisieren Sie Jugendforen und werben für diese in lokalen Radioprogrammen zu globalem Klimabewusstsein.

Die Projektphasen finden – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen April und Dezember 2021 statt. Die Partnerinstitutionen empfehlen allerdings eine Durchführung der ersten Projektphase von Anfang April bis Anfang Juli und der zweiten Projektphase mit Fokus auf das Partnerland von Anfang Juli bis Anfang Oktober 2021. Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April, Mai und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten, die digital umgesetzt werden. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Appui-conseils aux Projets et Initiatives du Développement Endogène (APIDE), Institut für Energy Engineering an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). - Die Zusammenarbeit findet digital statt.