Hauptnavigation

Nachhaltige Methoden zur Wasseraufbereitung entwickeln

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1211
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe global 2
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Umweltschutz, Landschaftsökologie, Ingenieurswesen, Hygiene, Abwasserwirtschaft, Mikrobiologie

Pflichtsprache(n)

Spanisch, Englisch

Land/Region

Kolumbien | Lateinamerika und Karibik

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück an ihre eigene Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Haben Sie Interesse an mikrobiologischen Prozessen und möchten in einem interkulturellen Team forschen? In diesem Projekt dreht sich alles um nachhaltige Methoden zur Aufbereitung von Wasser. Um hier mitzuwirken, sollten Sie sich in einem fortgeschrittenen Studium der Mikrobiologie oder Umweltwissenschaften befinden und erste Erfahrungen mit der Arbeit im Labor gesammelt haben. Da das Projekt abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen und Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen.

Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen bietet praxisorientierte Studiengänge mit dem Fokus auf angewandte Wissenschaft an. Das vorliegende Projekt geht vom Fachbereich für Life Science Engineering aus, das unter anderem grundständige und weiterführende Studiengänge im Bereich Ingenieurswesen lehrt. Schwerpunkte liegen dabei zum Beispiel auf den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Gesundheit.

Die Universidad de Valle in Cali ist eine öffentliche Universität mit einem breitgefächerten Angebot an grundständigen und weiterführenden Studiengängen. Unter anderem können Studierende an der Institution Master- und Promotionsprogramme zu Sanitär- und Umweltingenieurswesen belegen.

Die Kooperation zwischen den beiden Partnerinstitutionen entstand aus einem Forschungsbesuch im Jahr 2019.  Nun soll die Partnerschaft durch ein gemeinsames Forschungsvorhaben weiter ausgebaut werden. Im Rahmen dieses Vorhabens sollen energiesparende Methoden zur Desinfektion von Trinkwasser und Aufbereitung von Abwässern entwickelt werden. Dafür wird eine Kombination aus Sonnenlicht und einem Katalysator zur Wasseraufbereitung getestet.

Während der Projektphase in Gießen erwerben Sie zunächst alle notwendigen Kenntnisse für die anschließenden Laborversuche. In Zweierteams erlernen die vier Studierenden die Bestimmung von Abwasserparametern und Keimzahlen im Trinkwasser. Während zwei Studierende mikrobiell kontaminiertes Wasser desinfizieren, beschäftigen sich die anderen beiden mit Sickerwasser von Mülldeponien. Daran untersuchen Sie Foto-Fenton und Titan-Dioxid-Oxidationsprozesse sowohl mit Sonnenlicht als auch mit künstlichem UV-Licht.

Während der Projektphase in Cali erweitern Sie Ihre Laborkenntnisse um die Untersuchung von Oxidationsprozessen mit einem Fokus auf Mikrobiologie. Sie setzen Ihre Labortätigkeit mit den Wasserproben fort und beziehen Bakteriophagen in Ihre Versuche ein. Im Anschluss präsentieren Sie Ihre Ergebnisse in einem Seminar für interessierte Studierende und diskutieren ihre praktische Anwendung.

Sollte das Projekt digital stattfinden, bilden die beiden deutschen und die beiden kolumbianischen Teilnehmenden je ein Team. Beide Teams führen die Experimente unter den gleichen Bedingungen durch und tauschen sich via Zoom über die Ergebnisse aus. Weitere Kommunikation kann über Videokonferenzen, Messenger-Apps und E-Mail ablaufen.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2021 statt; im Partnerland zwischen Juli und Dezember 2021. Die Partnerinstitution empfiehlt allerdings eine Durchführung der Projektphase im Partnerland zwischen Mitte September und Mitte Dezember 2021. Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Gießen statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Technische Hochschule Mittelhessen (THM), Universidad del Valle Cali. - Die Zusammenarbeit findet digital oder im Präsenzmodus statt.