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Greening Africa Together Netzwerk: Entwicklung einer Zertifizierung für CO2-Kompensationsprojekte

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1209
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe global 2
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Naturwissenschaften und Umweltschutz, Land-, Forst-, Tierwirtschaft, Gartenbau

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Swahili

Land/Region

Kenia | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück an ihre eigene Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Interessieren Sie sich für Klimaschutz und nachhaltige Energiekonzepte? Dann können Sie in diesem Projekt zur Entwicklung und Förderung von CO2-Kompensationsprojekten mitwirken. Hierfür haben Sie einen umwelt-, ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Hintergrund und Forschungspraxis. Idealerweise bringen Sie Erfahrung in Projekten zu nachhaltiger Entwicklung mit und sind gesellschaftlich engagiert. Von Vorteil sind auch Kiswahili-Kenntnisse und Freude an der Arbeit in einem internationalen und interdisziplinären Team. Da das Projekt abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen und Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen.

Die Technische Universität Berlin ist eine weltweit anerkannte Forschungsuniversität. Die TU Berlin bietet Studiengänge in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt und Erneuerbare Energien an.

Alle Hand in Hand ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der neben der TU Berlin Ansprechpartner für die Teilnehmenden ist.

Die Meru University of Science and Technology hat ihren Sitz in Meru im Osten Kenias. An die Universität angeschlossen ist ein UNESCO-Club, der Teil des Netzwerks ist.

Die Laikipia University befindet sich in Nyahururu, der höchstgelegenen Stadt Kenias. Sie ist Gastgeberin des internationalen Workshops des GATo CO2-Kompensations-Zertifizierungskommittees.

Die Kenya Federation of UNESCO Clubs Centres and Associations hat ihren Sitz in der Hauptstadt Nairobi. Der Verband koordiniert die UNESCO-Clubs und Zentren. UNESCO-Clubs engagieren sich für internationale Verständigung und den Dialog zwischen den Kulturen. In Kenia sind die Clubs an verschiedenen Bildungseinrichtungen angesiedelt.

Die Partnerinstitute sind Teil des anwendungsorientierten Forschungs- und Bildungsnetzwerks Greening Africa Together (GATo). Das Netzwerk besteht aus afrikanischen Universitäten, gemeinnützigen Organisationen und der Technischen Universität Berlin. Gemeinsames Ziel ist es, junge Menschen in Afrika für den Kampf gegen den Klimawandel zu ermutigen und Perspektiven aufzuzeigen. Greening Africa Together verfolgt den Ansatz des Service Learning, der gesellschaftliches Engagement mit fachlichem Lernen verbindet. Dazu wird die aktive Zusammenarbeit zwischen Studierenden und lokalen Gemeinschaften gefördert. Master-Studierende aller Partneruniversitäten arbeiten in Gruppen an Service-Learning-Projekten zusammen, um die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppen in den Bereichen erneuerbare Energien, Abfall- und Ressourcenmanagement, Zugang zu sauberem Wasser und ökologische Landwirtschaft unter Einsatz nachhaltiger Technologien und Methoden zu erfüllen. Das Netzwerk strebt die Entwicklung einer freiwilligen CO2-Kompensationszertifizierung an, die es afrikanischen Universitäten und NROs ermöglichen soll, CO2-Kompensationsprojekte unter Beteiligung von Studierenden und der Bevölkerung zu realisieren und zu finanzieren.

Als ASA-Teilnehmende wirken Sie an den gemeinsamen Aktivitäten des Netzwerks zur Weiterentwicklung der GATo-Zertifizierung von CO2-Kompensationsprojekten mit. In der ersten Projektphase in Berlin führen Sie Literaturrecherchen durch, bereiten eine Feldforschung vor und wirken an der Umsetzung und Auswertung dieser mit. Außerdem nehmen Sie an Exkursionen zu Bildungsprojekten zur CO2-Kompensation teil und erarbeiten einen Entwurf zu Standards, Kriterien und Indikatoren von Bildungsmaßnahmen in Klimaschutzprojekten für die CO2-Kompensationszertifizierung.

In der zweiten Projektphase nehmen Sie am Workshop zur CO2-Kompensation an der Laikipia Universität teil. Das aktuelle internationale GATo- Studierendenprojekt in Kenia dient Ihnen als Fallstudie zur CO2-Kompensation. Sie arbeiten in enger Absprache mit dem Projektteam an einem Entwurf zu Standards, Kriterien und Indikatoren für die CO2-Kompensation. Weitere Aufgaben sind die Literaturrecherche und die Konzeption und Durchführung einer Datenerhebung. Dazu besuchen Sie CO2-Kompensationsprojekte und führen Interviews. Anschließend folgt die Auswertung der Daten und die Erstellung von Berichten.

Sollte das Projekt digital umgesetzt werden, wird die Zusammenarbeit in Absprache mit den Partnerinstituten individuell gestaltet. Die internationalen Teilnehmenden des GaTo Netzwerks tauschen sich regelmäßig auf Online-Plattformen aus und haben Erfahrung in der digitalen Zusammenarbeit.

Die Projektphase in Deutschland findet zwischen April und Juni 2021 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli und Dezember 2021. Drei ASA-Seminare finden online parallel zur Projektphase in Deutschland im April, Mai und Juni 2021 statt, ein weiteres in Deutschland vor Ort im Frühjahr 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Berlin statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Technische Universität Berlin; Meru University of Science and Technology; Laikipia University; Kenya Federation of UNESCO Clubs Centres and Associations, New Humanity Africa, Alle Hand in Hand e.V. - Die Zusammenarbeit findet digital oder im Präsenzmodus statt.