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Lehrpläne und Lernmaterialien für das Studium der Sozialen Arbeit aus postkolonialer Perspektive analysieren

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1206
Seminargruppe: Seminargruppe 2
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Anthropologie, Bibliothekswissenschaft, Geschichte, Soziale Arbeit, Soziologie

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Ghana | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück in Lehre und Forschung der eigenen Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Interessieren Sie sich für internationale Soziale Arbeit? Dieses Projekt untersucht aus einer postkolonialen Perspektive das akademische Angebot zweier Hochschulen. Um an dem Projekt mitzuwirken, bringen Sie Kenntnisse aus einem höheren Bacherlorsemester oder im Master aus den Bereichen Soziale Arbeit, Soziologie, Anthropologie oder einem verwandten Fach mit.

Die deutsche Partnerinstitution ist die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS). Das Projekt ist im Masterstudiengang “International Social Work with Refugees and Migrants” der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften angesiedelt. Die englischsprachige, anwendungsbezogene, akademische Ausbildung bereitet die Studierenden auf die Arbeit mit Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung im nationalen und internationalen Kontext vor.

Die Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) in Kumasi, Ghana, hat ein breites akademisches Ausbildungsangebot. Mit 40.000 Studierenden ist die KNUST die zweitgrößte Universität Ghanas. Das Projekt ist am Department für Soziologie und Soziale Arbeit angesiedelt, welche zwei Bachelor- und Masterstudiengänge sowie ein soziologisches Promotionsprogramm anbietet.

Die beiden Hochschulen kooperieren mit dem Ziel, das Studienangebot der Sozialen Arbeit an der KNUST sowie den genannten Masterstudiengang der FHWS aus postkolonialer Perspektive zu analysieren und Verbesserungsempfehlungen auszustellen. Die formale Soziale Arbeit wurde im Rahmen der Kolonialisierung in Ghana etabliert; bis heute stammen die meisten Lehrmaterialien aus der sogenannten westlichen Welt. Eine der Aufgaben der Projektbeteiligten wird daher sein, zu untersuchen, welche Literatur den Studierenden zugänglich ist und wie sie diese nutzen.

An der FHWS in Deutschland unterstützen Sie die Weiterentwicklung des Lehrplans des dortigen Masterstudiengangs und geben Impulse zur Neuausrichtung des Vertiefungsbereichs „Soziale Arbeit in der Globalen Gesellschaft“. Dazu befassen Sie sich mit zentralen postkolonialen Theorien und theoretischen Ansätzen in der internationalen Sozialen Arbeit. Zudem eignen Sie sich Wissen über die Geschichte der Sozialen Arbeit in Ghana und Kenntnisse der qualitativen Forschung an bzw. erweitern diese.

In der zweiten Projektphase in Ghana analysieren Sie den sozialwissenschaftlichen Bestand der universitären Bibliothek und erforschen, wie Studierende die verfügbare Literatur nutzen.

Die Ergebnisse des Projektes werden der FHWS und KNUST in Form eines Überblickdokumentes übergeben, das den Forschungsprozess erläutert, die wichtigsten Ergebnisse dokumentiert und Empfehlungen enthält,die mit den relevanten Fakultäten der FHWS und KNUST besprochen werden. Die FHWS wird den Teilnehmenden, soweit das im zeitlichen Rahmen des Projektes möglich ist, die Möglichkeit geben, Projektergebnisse im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen und Fachtagungen wie der International Week & Menschenrechtswoche der FHW oder der DGSA Jahrestagung vorzustellen.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2020 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – von Anfang September bis Ende Dezember 2020. Zwei ASA-Seminare finden parallel zur Projektphase in Deutschland im April und Juni 2020 statt, ein weiteres im Frühjahr 2021.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Projektphasen in Vollzeit. Die Projektphase in Deutschland findet in Würzburg statt.

In Zusammenarbeit mit

Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS); Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST)