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Pflanzliche Farbstoffe im Bekleidungssektor: Textilfarben untersuchen und ihren Einsatz fördern

Programmkomponente: ASA-Hochschule global
Projekt-Nr.: 1201
Seminargruppe: Seminargruppe 2
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Bekleidungstechnologie, Chemie, Materialtechnik, Modedesign, Textiltechnologie, Verfahrenstechnik

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Äthiopien | Afrika

ASA-Hochschule global

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit Hochschulen und ihren Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück in Lehre und Forschung der eigenen Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projekt gemeinsam.

Projektbeschreibung

Interessieren Sie sich für Mode? Haben Sie Kenntnisse in einem technischen, natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Fach? Dieses Projekt stärkt nachhaltige Kleidungsproduktion durch den Einsatz von pflanzlichen Farbstoffen für beispielsweise die Färbung und den Bedruck von Textilien. Für die Unterstützung in der Laborarbeit und der Markteinführung bringen Sie erste Arbeitserfahrung mit Textilien mit und haben idealerweise Laborerfahrung.

Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen bietet Bachelor- und Masterstudiengänge in den vier Bereichen Ingenieurs-, Wirtschafts- und Biowissenschaften sowie Informationstechnologie an. Eine der Studienschwerpunkte ist die Erforschung nachhaltiger Lösungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein international tätiges Bundesunternehmen für nachhaltige Entwicklung und internationale Bildungsarbeit. Die GIZ unterstützt die Bundesregierung und eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Auftraggebenden in unterschiedlichen Bereichen, darunter wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigungsförderung, Energie und Umwelt sowie Frieden und Sicherheit. In Äthiopien fördert die GIZ mit einem Programm Nachhaltigkeit im Textil- und Bekleidungssektor, um soziale und ökologische Marktstandards zu verankern. Gemeinsam erforschen die beiden Partnerinstitutionen biologisch abbaubare Mittel für Textilfärberei und -druck sowie solche, mit denen Farbe aus Stoffen entfernt werden können.

In der Projektphase in Deutschland sind Sie am Institut für Material- und Verfahrenstechnik (MPE) der Hochschule tätig und stehen daneben in engem Austausch mit der Abteilung für Textilien. Ihre Aufgaben werden hauptsächlich im Labor ausgeführt: Sie beurteilen Pflanzen danach, ob sie sich als Färbemittel eignen. Danach stellen Sie Druckfarben und Adsorbentien für die Abwasserbehandlung her und testen deren Anwendung an Textilien. Sie untersuchen die Lichtechtheit, die Prozentwerte von Farbton und Reflexionsgrad, die Farbstärke anhand der K/S-Werte sowie die Wasch- und Abriebfestigkeit, um den Prozess zu bewerten. Mögliche Färbemittel können beispielsweise Kaffeeabfälle, Kurkuma und lokale Pflanzen sein. Für die Farbentfernung untersuchen Sie ebenfalls unter anderem Kaffeeabfälle. Ergänzend zu den experimentellen Tätigkeiten besuchen Sie verschiedene im Textil- und Bekleidungssektor tätige Firmen und Institutionen, um mit diesen über Ihre Arbeit im Labor in den Dialog zu kommen.

In Addis Abeba arbeiten Sie vom GIZ-Büro aus mit klein- und mittelständischen Unternehmen zusammen. Bei Betriebsbesuchen untersuchen Sie, wie dort natürliche Färbe- und Druckmittel eingesetzt werden können. Außerdem führen Sie Ihre Laborarbeit weiter; hierfür bekommen Sie Zugang zu akademischen Einrichtungen vor Ort. Ihre Forschungserkenntnisse geben Sie als Schulungen in Unternehmen und akademischen Einrichtungen weiter. Insgesamt wirken Sie so daran mit, die von Ihnen ermittelten Textiltechniken in die lokale Produktion von Stoffen und Kleidungsstücken einzuführen.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2020 statt; im Partnerland  zwischen September und November 2020. Zwei ASA-Seminare finden parallel zur Projektphase in Deutschland im April und Juni 2020 statt, ein weiteres im Frühjahr 2021.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Projektphasen in Vollzeit. Die Projektphase in Deutschland findet in Albstadt-Ebingen statt.

In Zusammenarbeit mit

Hochschule Albstadt-Sigmaringen; Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH