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Zivilgesellschaft gegen Rohstoffausbeutung und für Recht auf Landnutzung unterstützen

Programmkomponente: ASA basis
Projekt-Nr.: 1132
Seminargruppe: Seminargruppe 1
Dauer Projektphase: 3 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Anthropologie, Ethnologie, Soziologie, Politikwissenschaften, Lateinamerikanistik, Altamerikanistik, Umweltwissenschaften, Umweltschutz, Publizistik, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationswissenschaften, Erwachsenenbildung, Jura, Umweltrecht

Pflichtsprache(n)

Spanisch

Sonstige Sprache(n)

Englisch

Land/Region

Peru | Lateinamerika und Karibik

ASA basis

Bei ASA basis sind die Teilnehmenden in der Regel in Zweier-Teams drei Monate in einem Projekt bei staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas tätig. Die Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Basis-Initiativen und Durchführungsorganisation staatlicher Entwicklungszusammenarbeit bilden ein weites Spektrum von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung ab. Teilnehmende von ASA basis besuchen darüber hinaus drei mehrtägige Seminare und erhalten Impulse zur Reflexion des eigenen Lernprozesses.

Projektbeschreibung

Sind Ihnen Umweltthemen ein Anliegen? Haben Sie Freude an partizipativer Bildungsarbeit mit Erwachsenen? In diesem Projekt können Sie sich an der Seite einer Umweltorganisation und gemeinsam mit der Zivilbevölkerung dafür einsetzen, Territorien vor der Rohstoffausbeutung zu bewahren. Gesucht werden Teilnehmende mit Kenntnissen in Anthropologie und Sozialwissenschaften oder ähnlichen Fachgebieten. Sie sollten Erfahrung in der Erwachsenenbildung mitbringen und darin geübt sein, Gruppen spielerisch und kreativ anzuleiten sowie im Team zu arbeiten. Idealerweise kennen Sie sich mit Forschungsmethoden aus und haben bereits Erfahrung in der Durchführung von Studien gemacht. Weiterhin sollten Sie dazu in der Lage sein, Projekte und Aktivitäten samt Finanzierung zu planen und auszuwerten. Eine gute Kommunikationsfähigkeit und Spanischkenntnisse runden Ihr Profil ab.

Die peruanische Nichtregierungsorganisation (NRO) Instituto Natura mit Sitz in der Großstadt Chimbote verteidigt seit rund 30 Jahren das Recht auf eine saubere Umwelt und fördert die nachhaltige Entwicklung der Region gemäß des Konzeptes des „Buen Vivir“ (dt. „das gute Leben“). Dabei setzt die NRO auf die Beteiligung der lokalen Bevölkerung sowie geschlechtergerechtes und generationsübergreifendes Arbeiten. Ihre Gründung geht zurück auf die extreme Umweltverschmutzung infolge der seit den 1960er Jahren expandierenden Fisch- und Stahlindustrie in Chimbote. Da die politischen Autoritäten den daraus folgenden gesundheitlichen Risiken und der Einschränkung der Lebensqualität keine Aufmerksamkeit schenkten, reagierte die Zivilbevölkerung. Das Instituto Natura wurde ins Leben gerufen, um entsprechende Aktionen der Basis für eine saubere Umwelt umzusetzen.

In diesem Projekt geht es um eine Gesetzesinitiative gegen die Ausbeutung von Rohstoffen, die die Beteiligung betroffener Menschen aus der Küstenzone der Region Ancash vorsieht. In diesem Prozess werden Sie auf vielfältige Weise involviert sein. Beispielsweise begleiten Sie Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Mit Kommunikationskampagnen und Aufrufen auf Sozialen Netzwerken und in öffentlichen Räumen unterstützen Sie außerdem die Mobilisierung der Zivilgesellschaft. Weiterhin tragen Sie mit kreativen Methoden dazu bei, gemeinsam Vorschläge und schriftliche Ausarbeitungen zu erstellen und voneinander zu lernen. Eine weitere Aufgabe besteht in ergänzenden Studien und Nachforschungen zum Thema. Schließlich unterstützen Sie die Aktivitäten operativ – etwa mit Fotodokumentationen, Notizen oder logistischer Planung.

Die ASA-Seminare finden im April und Juni 2020 sowie im Frühjahr 2021 statt.

Die Projektphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli 2020 und Januar 2021. 

In Zusammenarbeit mit

Instituto Natura