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Eine Strategie zur Unterstützung politischer Teilhabe von diskriminierten Gruppen mitentwickeln

Programmkomponente: ASA basis
Projekt-Nr.: 1129
Seminargruppe: Online-Seminar Gruppe basis
Dauer Projektphase: 3 Monate

Berufsrichtung

Kommunikation und Medien; Soziales, Lehre und Erziehung; Recht und Verwaltung
Für Auszubildende oder Menschen mit abgeschlossener Lehre besonders geeignet.

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Internationale Zusammenarbeit, Politik, Friedens- und Konfliktforschung, Gender Studies, Soziologie, Lateinamerika-Studien, Politikberatung

Pflichtsprache(n)

Spanisch

Land/Region

Kolumbien | Lateinamerika und Karibik

ASA basis

Bei ASA basis sind die Teilnehmenden in der Regel in Zweier-Teams drei Monate in einem Projekt bei staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas tätig. Die Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Basis-Initiativen und Durchführungsorganisation staatlicher Entwicklungszusammenarbeit bilden ein weites Spektrum von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung ab.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für diskriminierungssensible Friedensförderung? Sie möchten kreative Ideen zur Förderung von politischer Teilhabe entwickeln? In diesem Projekt tragen Sie dazu bei, eine Strategie zur Unterstützung politischer Einflussnahme von Frauenrechts-, indigenen, afrokolumbianischen und LGBTI-Organisationen zu erstellen. Für die Projektteilnahme bringen Sie Kenntnisse über gendersensible Arbeit in Konfliktregionen mit und haben bereits erste Kenntnisse in den Bereichen Friedensprozesse und Übergangsjustiz gesammelt. Außerdem sind Sie in der Lage, quantitative und qualitative Umfragen durchzuführen. Gute Kommunikationsfähigkeiten, Feinfühligkeit und die Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten, runden ihr Profil ab. Da das Projekt abhängig von der weiteren Pandemie-Entwicklung möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops durchzuführen sowie digitale interaktive Werkzeuge zu entwickeln.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein international tätiges Bundesunternehmen für nachhaltige Entwicklung und internationale Bildungsarbeit. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Bundesministerien befasst sich die GIZ in Kolumbien vor allem mit Friedensförderung, Umweltpolitik und nachhaltiger Wirtschaftsförderung. Das Vorhaben ProPaz II hat den Schutz, die Förderung und Gewährleistung der Rechte der Opfer des bewaffneten Konflikts zum Ziel. Dabei stehen die Prozesse der Wahrheit, Gerechtigkeit und Entschädigung im Zentrum. Als Teil davon soll die politische Partizipation von Frauen, LGBTQI*-Personen und Angehörigen indigener und afrokolumbianischer Gemeinden unterstützt und gestärkt werden. Angehörige dieser Gruppen sind besonders stark vom bewaffneten Konflikt in Kolumbien betroffen. Oftmals sind sie mit doppelter Diskriminierung konfrontiert und dadurch an der politischen Teilhabe gehindert.

In der Projektphase werden Sie – je nach aktueller Pandemiesituation – entweder in einem Büro in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, oder aber von Ihrem heimischen Schreibtisch aus tätig sein. Sie unterstützen das Vorhaben bei der Entwicklung einer Strategie zur Unterstützung politischer Teilhabe von diskriminierten Gruppen. Zunächst sichten und systematisieren Sie vorhandenes Material mit den Erfahrungen des Vorgängervorhabens ProPaz I und aus GIZ-Vorhaben in anderen Regionen. Darauf aufbauend identifizieren Sie besonders erfolgsversprechende Ansätze. Weiterhin führen Sie Interviews mit Teammitgliedern und Partnerorganisationen durch. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, finden die Interviews über verschiedene digitale Anwendungen und Videokonferenzen statt. Im Anschluss integrieren Sie die gewonnenen Informationen in eine Übersicht über Akteure und Bedarfe in den drei Projektregionen von ProPaz II in Kolumbien. Am Ende erstellen Sie einen Kriterienkatalog und eine Strategie zur Unterstützung relevanter Initiativen. Dabei bringen Sie kreative Vorschläge für unterschiedliche Unterstützungsformate ein.

Es finden drei mehrtägige ASA-Seminare im April, Mai und Juni 2021 digital statt sowie ein weiteres voraussichtlich vor Ort im Frühjahr 2022. Die Projektphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli und Dezember 2021. Die Organisation empfiehlt allerdings die Durchführung von August bis Oktober 2021.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und der Projektphase im Partnerland. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es in Teilzeit (27 Std./Wo.) statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Kolumbien. - Die Zusammenarbeit findet digital oder im Präsenzmodus statt.