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Ein Projekt zur sozialen Teilhabe von Menschen mit Fluchterfahrung weiterentwickeln

Programmkomponente: ASA basis
Projekt-Nr.: 1122
Seminargruppe: Seminargruppe 1
Dauer Projektphase: 3 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Politikwissenschaften, Jura, Internationale Beziehungen, Völkerrecht, Soziologie, Migrationsstudien,Kulturwissenschaften

Pflichtsprache(n)

Spanisch

Land/Region

Mexiko | Lateinamerika und Karibik

ASA basis

Bei ASA basis sind die Teilnehmenden in der Regel in Zweier-Teams drei Monate in einem Projekt bei staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas tätig. Die Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Basis-Initiativen und Durchführungsorganisation staatlicher Entwicklungszusammenarbeit bilden ein weites Spektrum von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung ab. Teilnehmende von ASA basis besuchen darüber hinaus drei mehrtägige Seminare und erhalten Impulse zur Reflexion des eigenen Lernprozesses.

Projektbeschreibung

Migration als Chance sehen – das ist die Idee, die diesem Projekt zugrunde liegt. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich in die vielfältigen Tätigkeiten einer multikulturell aufgestellten und interdisziplinär arbeitenden Organisation einzubringen, die sich für die Rechte von Menschen auf der Flucht einsetzt. Idealerweise studieren Sie Politikwissenschaften, Jura oder ein verwandtes Fach. Sie sollten  eigenständig agieren und mit Personen aus dem öffentlichen und privaten Sektor eng zusammenarbeiten können. Eine positive Grundeinstellung und Flexibilität werden vorausgesetzt. Fließende Spanischkenntnisse sind unerlässlich.

Die 2015 gegründete Organisation Asylum Access Mexico (AAMX) ist der mexikanische Ableger eines internationalen Netzwerkes, das sich für die Rechte von Menschen auf der Flucht einsetzt. Ziel ist es, diese bei einem Neuanfang zu unterstützen. Neben der Zentrale in Mexiko-Stadt befinden sich sechs weitere Standorte entlang der Hauptfluchtrouten in Richtung USA. In Anlehnung an das Konzept des Empowerment und der sozialen Teilhabe zielt die Arbeit der Initiative darauf ab, schutzbedürftige Menschen bei der Einforderung ihrer Rechte zu unterstützen. 2016 hat AAMX das Projekt „Ruta de Hospitalidad“ (dt.: Route der Gastfreundschaft) ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die diverse Sektoren der mexikanischen Gesellschaft zusammenbringt - etwa Unternehmen und Geschäfte, Einzelpersonen und Regierungen, Universitäten und Schulen sowie zivilgesellschaftliche Gruppierungen. Im Projekt werden Menschen auf der Flucht warmherzig und proaktiv in unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft eingebunden und Migration als eine gesamtgesellschaftliche Chance abgebildet.

Sie beteiligen sich an diversen Tätigkeiten von AAMX in Mexiko-Stadt und Villahermosa und insbesondere am Ausbau des Projekts „Route der Gastfreundschaft“. Eine Ihrer Aufgaben ist es, Beziehungen zu Unternehmen und Institutionen aufzubauen und zu pflegen. Sie unterstützen AAMX darin, Pilotprojekte mit diesen Akteuren umzusetzen. Zu Ihren Aufgaben gehört die Ansprache von Menschen mit Fluchterfahrung mittels öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen und Informationsveranstaltungen in Herbergen. Sie realisieren Workshops über die rechtliche Situation von Menschen im Kontext Flucht. Zudem unterstützen Sie beim Verfassen von juristischen Dokumenten, wie Asylbewerbungen, Widersprüche gegen negative Asylbescheide und Klageschriften. Abschließend bereiten Sie die Erfolge für die Sozialen Medien auf.

Die ASA-Seminare finden im April und Juni 2020 sowie im Frühjahr 2021 statt.

Die Projektphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli 2020 und Januar 2021. 

In Zusammenarbeit mit

Asylum Access Mexico (AAMX)