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Strategien für die Anpassung an den Klimawandel erarbeiten: Eine Studie zur Nachhaltigkeit von urbanen Gärten erstellen

Programmkomponente: ASA basis
Projekt-Nr.: 1109
Seminargruppe: Seminargruppe 1
Dauer Projektphase: 3 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Agronomie, Umweltingenieurwesen, Ökologie, Geologie, Politikwissenschaft, Nachhaltigkeit, Umweltwissenschaften, Umweltschutz, Soziale Arbeit, Naturressourcenmanagement, Soziologie, Landschaftsökologie

Pflichtsprache(n)

Spanisch

Sonstige Sprache(n)

Englisch

Land/Region

Bolivien | Lateinamerika und Karibik

ASA basis

Bei ASA basis sind die Teilnehmenden in der Regel in Zweier-Teams drei Monate in einem Projekt bei staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas tätig. Die Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Basis-Initiativen und Durchführungsorganisation staatlicher Entwicklungszusammenarbeit bilden ein weites Spektrum von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung ab. Teilnehmende von ASA basis besuchen darüber hinaus drei mehrtägige Seminare und erhalten Impulse zur Reflexion des eigenen Lernprozesses.

Projektbeschreibung

Interessieren Sie sich für urbanes Gärtnern als Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz? Dann können Sie sich in ein Studienprojekt zur nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion im urbanen Raum einbringen. Sie können an diesem Projekt mitwirken, wenn Sie einen landwirtschaftlichen, umwelt-, ingenieur- oder sozialwissenschaftlichen Hintergrund mitbringen. Auch mit Fachkompetenz in Pädagogik oder Sozialer Arbeit können Sie sich sinnvoll an diesem Projekt beteiligen. Idealerweise kennen Sie sich mit dem Management von Naturressourcen, mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz aus.

Das Bolivianische Kinderhilfswerk (Fundación BKHW) ist seit 2016 an ihrem Hauptsitz in der bolivianischen Stadt Sucre sowie in La Paz und an weiteren fünf Standorten im Land aktiv. Die Organisation ist der lokale Arm des bolivianischen Kinderhilfswerkes, einem in Deutschland gegründeten gemeinnützigen Vereins, der sich seit mehr als 30 Jahren für Kinder und Jugendliche in Bolivien einsetzt. Hauptziel der Stiftung ist es, Strategien zu entwickeln, um eine gute Betreuung, Bildung, Schutz und medizinische Versorgung von Heranwachsenden in riskanten Lebenslagen und deren Familien sicherzustellen. Ein wichtiger Pfeiler ihrer Arbeit ist der Freiwilligendienst.

Seit 2006 engagiert sich die Fundación Comunidad y Axión in El Alto, der Schwesterstadt von La Paz in Bolivien, hauptsächlich für Frauen, Jugendliche und Kinder. Sie gibt Anstoß zu Gestaltungsprozessen auf Gemeindeebene, die eine individuelle, gesellschaftliche und ökologische Weiterentwicklung begünstigen. Die Nichtregierungsorganisation arbeitet hauptsächlich zu drei Themen: Mit dem Projekt zu urbanen Familiengärten fördert die Organisation den ökologischen Gemüseanbau für den Eigenverbrauch. Bei den Umweltbildungsprozessen stehen Aktionen junger Menschen und Frauen für eine nachhaltige Gesellschaft im Mittelpunkt. Der Bereich der partizipativen Untersuchung schafft Räume zum Meinungsaustausch und bezieht die Bevölkerung auf diese Weise in die Gestaltung ihrer Umwelt ein.

Sie sind in das Projekt der urbanen Familiengärten eingebunden und mit der Erstellung einer Studie zum nachhaltigen Gemüseanbau betraut, die die durch den Klimawandel veränderten Umweltbindungen berücksichtigt. Dafür analysieren Sie Sekundärliteratur und erstellen ein Mapping aller an den Familiengärten beteiligten Akteure. In El Alto und der nahegelegenen Kleinstadt Achocalla erheben Sie die qualitativen und quantitativen Daten beispielsweise mittels Interviews, Fragebögen und Gruppendiskussionen. Auf Basis Ihrer Untersuchung sprechen Sie Empfehlungen aus, wie in städtischen Gärten noch nachhaltiger gewirtschaftet werden kann und die Menschen sich an die Veränderungen durch den Klimawandel anpassen können. Sie setzen Ihre Empfehlungen um und regen an, wie die Partnerinstitutionen damit weiterarbeiten können. Damit leisten Sie einen Beitrag zur Ernährungssicherheit.

Die ASA-Seminare finden im April und Juni 2020 sowie im Frühjahr 2021 statt.

Die Projektphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli 2020 und Januar 2021. Die Partnerinstitution empfiehlt allerdings die Durchführung der Projektphase zwischen Anfang August 2020 und Ende Januar 2021. 

In Zusammenarbeit mit

Fundación Comunidad y Axión; Bolivianisches Kinderhilfswerk (Fundación BKHW)