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IT-Lösungen für mehr Klimaschutz entwickeln

Wirkungsfeld/Programmformat: ASA-Hochschulkooperation global
Nr.: 0810
Seminargruppe: Seminargruppe 2
Dauer Projektpraktikum: 6 Monate

Studienrichtung

Naturwissenschaften und Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Technik

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Neurotechnologie; Informatik

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Indien | Süd- und Zentralasien

ASA-Hochschulkooperation global

Das Ziel der ASA-Hochschulkooperation ist es, gemeinsam mit Hochschulen und ihre Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück in Lehre und Forschung der eigenen Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projektpraktikum gemeinsam.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für Nanotechnologie und Künstliche Intelligenz? Wenn Sie darüber hinaus Informatik studieren und über Kenntnisse der Computer- oder Elektrotechnik verfügen, dann können Sie sich in dieser ASA-Hochschulkooperation einbringen! Hier arbeiten Sie in einem interdisziplinär organisierten Projekt daran, IT-Lösungen zu entwickeln. Sie sollten sich mit Hardware-Design-Sprachen und elektronischen Schaltkreisen auskennen und über sehr gute Englischkenntnisse verfügen. Auch Kenntnisse zu neuronalen Netzwerken sind wünschenswert.

Partnerorganisation in dieser ASA-Hochschulkooperation ist die Technische Universität Dresden (TUD) mit 18 Fakultäten, die in fünf Forschungsprofile strukturiert sind. Die Fakultät für Informatik, in der das Projektpraktikum angesiedelt ist, erforscht unter anderem neue Technologien für die elektronische Informationsverarbeitung und entwickelt Hardware-Design für maschinelles Lernen.

Das Indian Institute of Technology (IIT) Indore ist eines von acht Technologieinstituten, die 2009 von der indischen Regierung ins Leben gerufen wurden. Das Institut mit Sitz in Zentralindien bietet zahlreiche Bachelor- und Postgraduiertenprogramme in den Ingenieurs-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften an und ist in verschiedene internationale Forschungsprojekte eingebunden.

Die Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten besteht seit 2016 und ist Teil einer Kollaborationsinitiative. Diese möchte Wissenschaftler_innen des IIT Indore mit Wissenschaftler_innen der neun technischen Universitäten in Deutschland zusammenbringen – etwa durch Mobilitätsstipendien für Professor_innen und Austauschprogramme für Studierende.

Das interdisziplinär angelegte Projekt, in dem im Rahmen der ASA-Hochschulkooperation zwei deutsch-indische ASA-Teams eingebunden sind, zielt darauf ab, Auswirkungen moderner Technologien auf das Klima zu minimieren. Darüber hinaus sollen Innovationen aus der Nanotechnologie gefördert und Sicherheitsstandards für Automatisierungsprozesse im Bereich maschinellen Lernens verbessert werden.

Eines der beiden deutsch-indischen ASA-Teams arbeitet im Rahmen des Projektpraktikums daran, Approximationsalgorithmen im Bereich neuronaler Netze so zu entwickeln, dass der Energieverbrauch des Chips minimiert wird. Das zweite ASA-Team konzentriert sich auf die Entwicklung eines computergestützten Designs, das mit Nanotechnologie verwendet werden kann.

Im Rahmen des Projektpraktikums an der TUD machen Sie sich zunächst mit dem Projekt vertraut und stimmen Ihre Aufgabenbereiche mit den zuständigen Professor_innen ab. Während des Projektpraktikums verfassen Sie wöchentliche Zwischenevaluationen zu den Projektergebnissen und arbeiten in ihrem jeweiligen Projektbereich im Tandem zusammen.

Im Projektpraktikum an der IIT Indore lernt ein Tandem-Team moderne Algorithmen des maschinellen Lernens kennen und entwickelt Möglichkeiten, wie diese in konkrete Hardware-Realisierungen umgesetzt werden können. Im zweiten Tandem-Team wird es Ihre Aufgabe sein, das gesamte computergestützte Design für die CMOS-Technologie zu untersuchen (CMOS steht für „sich ergänzende Metall-Oxid-Halbleiter“-Technologie [Anm. der_des Verf.]. Außerdem analysieren Sie, wie dieses Design für neu entstehende Nanotechnologien wie Silizium-Nanodrähte angepasst werden kann. Zum Abschluss des Projektpraktikums fassen Sie die gewonnenen Erkenntnisse in einem Bericht zusammen.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und in Indien.

Die ASA-Seminare finden im April und Juni 2019 sowie im Frühjahr 2020 statt.

Die erste Projektphase erfolgt in Dresden vom 1. April bis 30. Juni 2019. Die zweite Phase findet in Indore vom 9. Juli bis 7. Oktober 2019 statt. Bei den beiden Phasen handelt es sich um Vollzeitpraktika.

In Zusammenarbeit mit

Technische Universität Dresden (TUD); Indian Institute of Technology (IIT) Indore