Infotelefon: 0800 188 7 188
Hauptnavigation

Innovative Wasserreinigung: Eine Pilotstudie zum ökologischen und ökonomischen Potential durchführen

Wirkungsfeld/Programmformat: ASA-Hochschulkooperation global
Nr.: 0806
Seminargruppe: Seminargruppe 2
Dauer Projektpraktikum: 6 Monate

Studienrichtung

Ingenieurwissenschaften und Technik, Naturwissenschaften und Mathematik, Agrar- und Forstwissenschaften

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Umweltmanagement; Agrarökologie; Umweltingenieurwesen; Chemie; Biologie

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Kenia | Afrika südlich der Sahara

ASA-Hochschulkooperation global

Das Ziel der ASA-Hochschulkooperation ist es, gemeinsam mit Hochschulen und ihre Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme, internationale Forschungsprojekte mitzugestalten, die Grundlagenforschung im Bereich Nachhaltigkeit mit praxisorientierten Vorhaben verbinden. Anschließend bringen sie ihre Erfahrungen wieder zurück in Lehre und Forschung der eigenen Hochschule, z.B. in Präsentationen oder Abschlussarbeiten. Im Format global bilden Teilnehmende aus einem afrikanischen, asiatischen, lateinamerikanischen oder südosteuropäischen Land und Teilnehmende aus Deutschland das Team und durchlaufen den Großteil ihrer Seminare als auch das sechsmonatige Projektpraktikum gemeinsam.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für innovative Techniken, die Umweltschutz mit nachhaltiger Landwirtschaft verbinden? Sie möchten die Arbeit eines internationalen Forschungsteams zur Erosionskontrolle unterstützen? Wenn Sie außerdem solide Kenntnisse in Agrarwissenschaften oder einem verwandten Bereich mitbringen, könnte Ihnen dieses Projektpraktikum spannende Einblicke in Forschung und Entwicklung im Bereich des nachhaltigen Umweltschutzes ermöglichen. Sie begleiten die Pilotphase eines Forschungsprojektes zur Reduzierung von Wasserverschmutzung in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. Neben Teamfähigkeit werden von Ihnen sehr gute Englischkenntnisse erwartet. Außerdem sollten Sie Lust haben, in ländlichen Gebieten zu arbeiten.

Das ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH ist ein unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut. Das Institut wurde 1978 von Wissenschaftler_innen der Universität Heidelberg als Zentrum für Forschung zu umweltrelevanten Fragen gegründet. Ifeu beschäftigt derzeit rund 80 Mitarbeitende, überwiegend aus den Bereichen der Natur-, Ingenieurs- und Gesellschaftswissenschaften. Die Standorte befinden sich in Heidelberg und Berlin. Ifeu unterstützt die Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren auf nationaler Ebene und führt sektorspezifische Untersuchungen durch – beispielsweise in den Bereichen der Energie- oder Abfallwirtschaft. Außerdem berät das Institut Unternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften und verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit ASA-Teilnehmenden.

Organic Health Response (OHR) ist eine kenianische Nichtregierungsorganisation in Kitavi Beach auf der Mfangano Insel im Viktoriasee. OHR wurde 2008 von lokalen und internationalen Aktivist_innen gegründet, um die Bürger_innen hinsichtlich sozioökonomischer, ökologischer und epidemiologischer Herausforderungen zu unterstützen. Die Organisation bietet ganzheitliche Programme zum Schutz von Gesundheit, Kultur und Natur an. Das Ekialo Kiona Center ist ein durch erneuerbare Energien betriebenes Gemeinschaftszentrum. Neben einem Garten zur Demonstration ökologischer Landwirtschaft bietet es auch vertrauliche HIV-Tests an. Das Zentrum umfasst außerdem Veranstaltungsräume für Lesungen und Workshops, eine Bibliothek und ein Gemeinderadio.

Das ifeu arbeitet seit 2016 an Methoden zur Bodenerosionskontrolle und Abwasserreinigung, die das Süßgras Vetiver einsetzen. Vetiver-Gras wurde bereits zur Reinigung von sogenanntem Grauwasser in Ruanda getestet – mit großem Erfolg. Grauwasser ist fäkalienfreies, geringverschmutztes Abwasser. Vetiver erfüllt mehrere Funktionen: Neben der Reinigung des Wassers kann Vetiver auch als Biomasse oder Tierfutter und für andere Weiterverarbeitungen genutzt werden, ohne dabei landwirtschaftliche Nutzflächen oder Düngemittel zu benötigen. Das Projekt ist Teil des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten „Rapid Planning“ Programms. Dessen Ziel ist es, die Effizienz der Vetiver-Technik an verschiedenen Standorten zu überprüfen. Seit 2018 arbeiten ifeu und OHR zu diesem Zweck zusammen.

Während des Projektpraktikums in Deutschland werden die ASA-Teilnehmenden die Vetiver-Technik in Theorie und Praxis kennenlernen und zugleich das wissenschaftliche Monitoring des Pilotprojekts im Viktoriasee vorbereiten.

In dem Projektpraktikum in Kenia dokumentieren die Teilnehmenden die Prozesse und Ergebnisse des Projekts, indem sie etwa vom Boot aus Wasserproben entnehmen. Sie kollaborieren mit lokalen, in das Projekt eingebundenen Landwirt_innen und Fischer_innen und tragen so zur Optimierung der Technik und Ausbreitung des Projekts bei.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren und an beiden Projektphasen in Deutschland und in Kenia.

Die ASA-Seminare finden im April und Juni 2019 sowie im Frühjahr 2020 statt.

Die erste Projektphase findet in Heidelberg vom 1. April bis 30. Juni 2019 statt. Die zweite Phase findet in Kitavi Beach auf Mfangano Island – in Absprache mit der Partnerorganisation – zwischen Juli und Dezember 2019 statt. Bei den beiden Phasen handelt es sich um Vollzeitpraktika.

In Zusammenarbeit mit

Organic Health Response; ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH