Hauptnavigation

„Die Wüste als Lebensraum“: Eine Ausstellung über das Ökosystem für Jugendliche mitentwickeln

Programmkomponente: ASA global
Projekt-Nr.: 0501
Seminargruppe: Seminargruppe II oder Seminargruppe V global
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Umweltbildung, Geografie, Umweltschutz; Netzwerkarbeit

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Arabisch, Spanisch

Land/Region

Algerien | Afrika

ASA global

ASA global bietet die Möglichkeit, ein sechsmonatiges Projekt im internationalen Team zu absolvieren. Teilnehmende aus einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas und Teilnehmende aus Deutschland besuchen die ASA-Seminare auf Englisch und verbringen ihre zwei Projektphasen bei nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft gemeinsam; drei Monate Online oder in Präsenz bei einer Partnerinstitution in Deutschland und anschließend ebenso lange Online oder in Präsenz in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas.

Projektbeschreibung

Sie wollten schon immer einmal eine Ausstellung konzipieren und interessieren sich für Nachhaltigkeit? Dann sollten Sie sich dieses Projekt genauer anschauen. Hier entwerfen Sie eine Ausstellung für junge Leute über das Ökosystem der Wüste Sahara. Das Projekt findet rein digital statt, wobei Sie im ständigen Austausch mit den ASA-Teilnehmenden aus dem Partnerland sind und die Ausstellung gemeinsam entwickeln. Gute Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme. Relevante Studienhintergründe sind etwa Naturwissenschaften oder Kultur- und Medienwissenschaften. Arabisch- und Spanischkenntnisse sind von Vorteil.

Die Aktivitäten des Zentrums für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK) e.V. konzentrieren sich auf interkulturellen Dialog sowie die Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Ein weiteres Ziel von ZEOK e.V. ist es, Chancengleichheit und Teilhabe zu fördern. Dazu arbeitet der Verein auch in anderen Ländern: Beispielsweise liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit bei sahrauischen Menschen mit Fluchterfahrung, die in Camps im Südwesten Algeriens leben. Ihre Lebensbedingungen sollen verbessert werden, zum Beispiel durch den Aufbau einer Kleinstmolkerei für Kamelmilch oder durch Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsversorgung.

Das ZEOK e.V. kooperiert seit 2009 mit dem Ministerium für Jugend und Sport der Demokratischen Arabischen Republik Sahara, welches sich aufgrund des ungelösten Westsaharakonflikts im Exil in den Flüchtlingscamps in Algerien befindet. Durch ihre Zusammenarbeit konnte das Centro ecológico y sociocultural, ein soziokulturelles Zentrum für ökologische und kulturelle Bildung, in den Flüchtlingscamps geschaffen werden, das seither unter dem Namen „Asociación Ojos del Sáhara“ durch eine lokale Gruppe von Freiwilligen wirksam ist. Das Ziel dieser sahrauischen Bürgerinitiative besteht darin, der im Exil aufgewachsenen sahrauischen Jugend ihre kulturelle Identität zu erhalten. Gleichzeitig ist sie bemüht, für die Jugendlichen neue Einkommensquellen zu erschließen, ihre Eigeninitiative zu fördern und neue Freizeit- und Bildungsangebote zu entwickeln. Außerdem arbeitet die Asociación mit ausländischen Universitäten zusammen und bietet u.a. Arabisch-Sprachkurse an.

Bei diesem gemeinsamen Projekt von ZEOK e.V., dem sahrauischen Ministerium für Jugend und Sport und der Asociación Ojos del Sáhara geht es um eine nachhaltige Nutzung der Wüste und um den Erhalt der Artenvielfalt. Die Sahrauis pflegen dieses Wissen seit Jahrhunderten. Um einem Verlust vorzubeugen, soll dieses Wissen dokumentiert und an jüngere Generationen weitergegeben werden. Das Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung einer Ausstellung, die Jugendliche in den Camps und in Deutschland gleichermaßen ansprechen soll. Die Ausstellung soll begreiflich machen, dass die Wüste Sahara ein wichtiges Ökosystem ist, das es zu schützen gilt.

Während Ihrer Projektphase in Deutschland machen Sie sich zunächst mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung vertraut und lernen deren Umsetzungen in einem lokalen und regionalen Kontext kennen. Sie listen die Umweltbildungsaktivitäten in Mitteldeutschland auf, insbesondere im Raum Leipzig. Sie stellen Kontakte zu relevanten Institutionen her, wie Museen, Vereinen und Schulen und planen Besuche, Beratungen und gegebenenfalls ehrenamtliche Tätigkeiten. Außerdem setzen Sie sich mit dem Ausgangspunkt der geplanten Ausstellung „Die Wüste als Lebensraum“ auseinander. Sie gehen der Frage nach, auf welche deutschen Konzepte in der Umweltbildung zurückgegriffen werden kann und beginnen mit der Konzeption der Ausstellung und des begleitenden Umweltbildungsprogramms. Sie stellen audiovisuelles Material zusammen und arbeiten Texte für das deutsche Publikum auf. Wöchentlich tauschen Sie sich mit Partnerorganisationen in den Camps und den ASA-Teilnehmenden vor Ort aus und formulieren gemeinsame Zusammenfassungen der Ergebnisse. Am Ende präsentieren Sie die Ergebnisse in einer Videokonferenz.

Infolge der weltweiten Pandemie-Entwicklung findet dieses Projekt rein digital statt. Der Arbeitsalltag der ASA-Teilnehmenden im Partnerland Algerien sieht ähnlich aus wie Ihrer, wobei sich deren Recherche auf die Camps und die Region bezieht.

Die Projektphase in Deutschland findet von Anfang April bis Ende Juni 2022 statt; mit dem Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Anfang Juli und Ende Dezember 2022. Zwei bis drei ASA-Seminare finden parallel zur Projektphase in Deutschland zwischen April und Juni 2022 statt, ein weiteres im Frühjahr 2023.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren (2022 und 2023) und an beiden Projektphasen in Deutschland bzw. in enger Zusammenarbeit mit dem Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Leipzig statt.

In Zusammenarbeit mit

Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur e.V.; Ministerium für Jugend und Sport der Demokratischen Arabischen Republik Sahara; Asociación Ojos del Sáhara. Centro ecologico y sociocultural. - Die Zusammenarbeit findet digital statt.