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Den Umgang mit einer parasitären Infektionskrankheit verbessern

Programmkomponente: ASA-Hochschule basis
Projekt-Nr.: 0416
Seminargruppe: Seminarguppe IV basis
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Geografie; Medizin; Public Health; Sozialforschung

Pflichtsprache(n)

Englisch

Land/Region

Nepal | Asien

ASA-Hochschule basis

ASA-Hochschule zielt darauf ab, gemeinsam mit deutschen Hochschulen und ihren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft das Engagement für globale Nachhaltigkeit stärker in der Wissenschaft zu verankern. Es ermöglicht Studierenden im Rahmen ihrer ASA-Teilnahme wissenschaftliches Arbeiten und entwicklungspolitische Praxiserfahrungen zu verbinden. Im Format basis dauert das Projekt für die Teilnehmenden aus Deutschland sechs Monate – es findet zunächst drei Monate Online oder in Präsenz in Deutschland, dann ebenso lange Online oder in Präsenz bei einer Partnerinstitution in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas statt.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für öffentliche Gesundheitsvorsorge und haben Erfahrung im Umgang mit quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden? Durch dieses Projekt wird die Verbesserung des Umgangs mit der Infektionserkrankung Leishmaniose angestrebt. Um an diesem Vorhaben mitwirken zu können, sollten Sie fundierte Kenntnisse in Medizin oder Public Health mitbringen. Auch Studiengänge wie Sozialwissenschaften, Geografie oder verwandte Fächer sind relevant. Gute Englischkenntnisse sind für eine Teilnahme Voraussetzung. Da das Projekt teilweise digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, beispielsweise Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen oder Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen.

Das Zentrum für Medizin und Gesellschaft (ZMG) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist eine trans-fakultäre Einrichtung der Universität Freiburg mit Forschungsprojekten auf fast allen Kontinenten zu globaler Gesundheit und Nachhaltigkeit. Das ZMG ist beim Rektorat angesiedelt und führt beispielsweise Vorlesungen und Ringvorlesungen durch. Das Institut für Mikrobiologie an der Tribhuvan University in Kathmandu hat einen Schwerpunkt auf Projekten zu globaler Gesundheit im asiatischen Raum. Das ZMG an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und das Institut für Mikrobiologie der Tribhuvan University kooperieren seit 2005. Mit einem großen Projekt haben sie maßgeblich zur Eindämmung der Krankheit Leishmaniose sowie deren häufiger Folgekrankheit, der Post-Kala-Azar-Hautleishmaniose, in Nepal, Bangladesch und Indien beigetragen. Das aktuelle Teilprojekt soll nun retrospektiv das hilfesuchende Verhalten von mit Leishmaniose infizierten Personen analysieren. Außerdem steht die fachliche Expertise von medizinischem Personal im Fokus. Nach Analyse von gesammelten Daten aus Fragebögen und Tiefeninterviews sollen konkrete Maßnahmen in der Bevölkerung sowie im medizinischen Kontext entwickelt werden, um die Krankheiten weiter einzudämmen, die sich als Folge des Klimawandels nun auch im Hochland der Region ausbreitet.

An der Universität Freiburg machen Sie sich zunächst mit quantitativen Methoden der Gesundheitserhebung und qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschungstechniken vertraut. Sie entwickeln Fragebögen, um retrospektiv das hilfesuchende Verhalten von Personen mit Leishmaniose qualitativ und quantitativ zu untersuchen. Hier sollen Sie beispielsweise erfragen, welche Maßnahmen die Personen angewandt haben und wieviel Zeit zwischen der Infektion und den Maßnahmen lag. Des Weiteren beschäftigen Sie sich mit optimalen Behandlungsmöglichkeiten von Leishmaniose und deren Folgekrankheit. Auch hier entwickeln Sie Fragebögen, um die Expertise des medizinischen Personals sowie dessen Umgang mit der Krankheit zu untersuchen.

Aufgrund der Sicherheitslage in Nepal findet die Projektphase im Partnerland digital statt. Sie arbeiten mit den Mitarbeitenden in Kathmandu digital zusammen und unterstützen diese bei der Durchführung Ihrer entwickelten Studie. Nachdem die Daten durch die Mitarbeitenden in Gegenden mit höheren und niedrigeren Infektionsraten erhoben wurden und Tiefeninterviews mit infizierten Personen und medizinischem Fachpersonal geführt wurden, werten Sie diese aus. Sie überprüfen etwa, ob es Unterschiede zwischen den Regionen gibt und formulieren erste konkrete Handlungsmöglichkeiten.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2022 statt; die Zusammenarbeit mit dem Partnerland zwischen Juli und September 2022. Zwei ASA-Seminare finden parallel zur Projektphase in Deutschland zwischen April und Juni 2022 statt, ein weiteres im Frühjahr 2023.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren (2022 und 2023) und an beiden Projektphasen in Deutschland bzw. in enger Zusammenarbeit mit dem Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Freiburg statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Universität Freiburg - Zentrum für Medizin und Gesellschaft; Institut für Mikrobiologie an der Tribhuvan University Katmandu. – Die Zusammenarbeit findet digital statt.