Hauptnavigation

Ernährungssicherheit durch Fischzucht in der Gemeinde stärken

Programmkomponente: ASA basis
Projekt-Nr.: 0321
Seminargruppe: Seminargruppe III basis
Dauer Projektphase: 3 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Aquakultur, Aquaponik, Fischereiwesen, Biologie, Umweltwissenschaften

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Französisch

Land/Region

Kamerun | Afrika

ASA basis

Bei ASA basis sind Teilnehmende aus Deutschland in der Regel in Zweier-Teams drei Monate in einem Projekt bei staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft Online oder in Präsenz in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas tätig. Die Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Basis-Initiativen und Durchführungsorganisationen staatlicher Entwicklungszusammenarbeit bilden ein weites Spektrum von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung ab.

Projektbeschreibung

Sie interessieren sich für Fischzucht, steigen gerne tief in Themengebiete ein und möchten Nachhaltigkeit aktiv mitgestalten? In diesem Projekt wird ein Beispiel für die nachhaltige Tierwirtschaft mit dem Bau einer Aquakultur in Kamerun gesetzt. Um an diesem mitzuwirken, sollten Sie gewissenhaft arbeiten und handwerkliche Geschicklichkeit mitbringen. Erste Erfahrungen mit Recherchetätigkeiten und Kenntnisse über Fischzucht sind wünschenswert. Pandemiebedingt kann das Projekt auch online stattfinden. In diesem Fall sollten Sie fähig sein, Videokonferenzen und Live-Streamings durchzuführen und Informationen digital aufzubereiten.  

Die Organisation Groupe d’Initiative Commune des Producteurs Agricoles et Eleveurs de Babouantou (GIC-AGRIELBAB) ist eine überregionale Organisation in Kamerun, die die ländliche Entwicklung in Zusammenarbeit mit kleinen Landwirtschaftsbetrieben und Gemeinden vorantreiben möchte. Sie hat in der Vergangenheit bereits Gebietsbesichtigungen und Wasseranalysen durchgeführt. Es entstand ein Wasserkomitee, das in der Gemeinde u.a. Prozesse der Wasserförderung und -filtrierung überwacht. Neben Nahrungs- und Wassermanagement beschäftigt sich die Organisation mit Themen wie Gesundheit und Bildung. Ein Projekt zur Beschaffung von Schulbänken wurde bereits durchgeführt.

Die Fischerei ist eine der wichtigsten Methoden zur Nahrungsmittelbeschaffung in Kamerun. Die Regionen im Inland haben davon allerdings keinen Nutzen. Dies soll durch den Aufbau einer Fischzuchtanlage geändert werden. Während der Projektphase in Batack, Kamerun, recherchieren Sie Hintergrundinformationen zu lokaler Aquakultur und Fischzucht: Welche Fischarten sind aufgrund der klimatischen Bedingungen geeignet? Welche geeigneten Futtermittel gibt es und wie können die Endprodukte vermarktet werden? Der Rechercheauftrag beinhaltet auch eine Exkursion zur Küstenregion. Hier sollen ergänzende Daten erhoben werden, um eine Strategie für das Fischzuchtprojekt zu entwerfen. Im praktischen Teil des Projektes sollen Sie dann den Bau und den Betrieb der Aquakulturanlage unterstützen. Es geht um die Produktion von Fischfutter und die entsprechende Fütterung, die Dokumentation des Fischbestandes vom Ei bis zum erwachsenen Tier sowie die nachhaltige Reproduktion der Fischeier. Der Gesamtprozess soll medial festgehalten werden.

Falls das Projekt digital stattfindet, werden Sie statt des praktischen Projektteils Seminare und Präsentationsvideos vorbereiten sowie den Stand der Fischzucht online dokumentieren. Dabei stehen Sie im Austausch mit dem Team vor Ort und nutzen dafür beispielsweise den Videochat Tools. Der Schwerpunkt liegt in diesem Fall auf der Öffentlichkeitsarbeit: In Zusammenarbeit mit den Medien soll das Projekt beworben werden, um Interessierte für Weiterbildungsmöglichkeiten zu finden.

Die ASA-Seminare finden April bis Juni 2022 sowie im Winter/Frühjahr 2023 statt. Die Projektphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli 2022 und Dezember 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren (2022 und 2023) und der Projektphase im Partnerland. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es in Teilzeit mit 27 Stunden pro Woche statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Groupe d’Initiative Commune des Producteurs Agricoles et Eleveurs de Babouantou (GIC-AGRIELBAB). – Die Zusammenarbeit findet im Präsenzmodus oder digital statt.