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Perspektiven und Wissen weitergeben: Bildungsplattform zu nachhaltiger Entwicklung mitgestalten

Programmkomponente: ASA global
Projekt-Nr.: 0203
Seminargruppe: Seminargruppe II oder Seminargruppe V global
Dauer Projektphase: 6 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

postkoloniale Theorie(n), Öffentlichkeitsarbeit, Videoschnitt, diskriminierungssensible Bildungsarbeit, Nachhaltigkeit

Pflichtsprache(n)

Englisch

Sonstige Sprache(n)

Französisch

Land/Region

Benin | Afrika

ASA global

ASA global bietet die Möglichkeit, ein sechsmonatiges Projekt im internationalen Team zu absolvieren. Teilnehmende aus einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas und Teilnehmende aus Deutschland besuchen die ASA-Seminare auf Englisch und verbringen ihre zwei Projektphasen bei nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft gemeinsam; drei Monate Online oder in Präsenz bei einer Partnerinstitution in Deutschland und anschließend ebenso lange Online oder in Präsenz in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas.

Projektbeschreibung

Interessieren Sie sich für postkoloniale Perspektiven und studieren Projektmanagement oder ein kommunikations- oder medienwissenschaftliches Fach? In diesem Projekt können Sie an einer digitalen Plattform mitwirken, die Perspektiven und Wissen von Menschen afrikanischer Abstammung auf aktuelle globale Herausforderungen sichtbar macht. Hierfür haben Sie sich idealerweise bereits mit globalen Abhängigkeiten und machtkritischen Betrachtungen von Entwicklungszusammenarbeit auseinandergesetzt. Hilfreich sind auch Erfahrungen mit öffentlichkeitswirksamen Darstellungen und Kommunikation in sozialen Medien. Kenntnisse in Videoaufnahme und -schnitt sind ein weiteres Plus. Da das Projekt möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen und Onlineworkshops mit gängigen Anwendungen durchzuführen und Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen. Englischkenntnisse sind unabdingbar, Französischkenntnisse wünschenswert.

Die deutsche Partnerinstitution Meine Welt e.V. ist ein Bildungsverein, der sich kritisch mit gesellschaftlichen und globalen Machtstrukturen auseinandersetzt. In Workshops und Seminaren werden postkoloniale Aspekte in Bildungsstrukturen offengelegt und mit Blick auf Handlungs- und Lösungsansätze diskutiert. Mit diskriminierungssensibler Bildungsarbeit verfolgt der in Mannheim ansässige Verein zudem das Ziel, neue Ansätze und Methoden des Globalen Lernens zu entwickeln sowie einen Raum für Erfahrungsaustausch und Empowerment zu bieten.

Die beninische Partnerinstitution Groupe La Solution (GLS) engagiert sich in Abomey Calavi in den Bereichen bürgerschaftliches Engagement, Bildung und Unternehmenstum. Seit ihrer Gründung im Jahr 2013 sind die Aktivitäten von GLS darauf ausgerichtet, junge Menschen insbesondere in ihrer unternehmerischen Selbständigkeit zu fördern und so zu einer gerechteren Welt beizutragen. Dafür führt GLS zum Beispiel Seminare zu Informations- und Kommunikationstechnik oder Solarenergie durch und entwickelt Informations- und Unterrichtsmaterialen für die lokalen Schülerinnen und Schüler.

Die von Meine Welt e.V. initiierte digitale Vernetzungs- und Bildungsplattform Place for Africa (PLACE) versteht sich als ein Laboratorium zur Analyse aktueller politischer, wirtschaftlicher und soziokultureller Herausforderungen aus afrikanischer Perspektive. Zu diesem Zweck bietet PLACE Beteiligten aus den Bereichen Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft Raum für Reflexion und Austausch. Im Jahr 2020 hat PLACE Themen rund um globale Abhängigkeiten und nachhaltige Entwicklung vor dem Hintergrund der 60-jährigen Unabhängigkeit vieler afrikanischer Staaten kritisch beleuchtet. In einer internationalen Dreieckskooperation zwischen Deutschland, Benin und Kamerun soll nun die Plattform weiterentwickelt werden. Um eine neue Erzählung über Afrika anzustoßen, liegt der Fokus auf Initiativen und innovativen Ideen als Antwort auf aktuelle Herausforderungen. Das Thema Krise in ihren verschiedenen Formen und Fragen der Resilienz spielen dabei eine besondere Rolle.

In der ersten Projektphase ist die Umsetzung auf Deutschland ausgerichtet, in der zweiten Projektphase liegt Ihr Schwerpunkt auf Benin Kamerun. Sie übernehmen vielfältige Aufgaben, insbesondere im Bereich Webredaktion und Öffentlichkeitsarbeit. Eine Aufgabe besteht darin, in Deutschland lebende Menschen mit Expertise im Bereich Resilienz und nachhaltiger Entwicklung zu interviewen und Videobeiträge zu erstellen. Sie wirken an allen Arbeitsschritten mit, von der Interviewvorbereitung über die Kontaktaufnahme in Absprache mit der Projektkoordination bis hin zur Durchführung der Interviews, der abschließenden Bearbeitung und Veröffentlichung. Darüber hinaus verwalten Sie die Social-Media-Konten von PLACE und tragen zu einer größeren Bekanntheit der Plattform bei. Außerdem recherchieren Sie Literatur zu relevanten Projektthemen und unterstützen die Netzwerkarbeit.

In der auf Benin fokussierten Projektphase führen Sie weitere Plattformaktivitäten durch. Sie entwickeln das Konzept für die Gestaltung des Bildungszentrums in Benin mit und recherchieren Profile möglicher Personen und Initiativen, die in Benin zu den Themen Resilienz und nachhaltige Entwicklung arbeiten und interviewen diese. Sie unterstützen die Forschung zur Geschichte afrikanischer Länder vor, während und nach der Kolonialisierung. Außerdem beteiligen Sie sich ebenfalls an der Vernetzung von Initiativen in Benin und Deutschland, insbesondere mit einem diasporischen Schwerpunkt in Deutschland.

Da das Projekt abhängig von der Entwicklung der weltweiten Corona-Lage möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, beispielsweise Videokonferenzen durchzuführen oder Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen. Die Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden aus Benin erfolgt in diesem Falle über solche digitalen Kommunikationsinstrumente. Ein kontinuierlicher Austausch über den Stand laufender und geplanter Aktivitäten findet statt.

Die Projektphase in Deutschland findet von April bis Juni 2022 statt; im Partnerland – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Mitte Juli und Dezember 2022. Zwei bis drei ASA-Seminare finden parallel zur Projektphase in Deutschland zwischen April und Juni 2022 statt, ein weiteres im Frühjahr 2023.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren (2022 und 2023) und an beiden Projektphasen in Deutschland und im Partnerland. Es handelt sich dabei um zwei dreimonatige Vollzeittätigkeiten. Die Projektphase in Deutschland findet in Mannheim statt. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es ebenfalls in Vollzeit statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Meine Welt e.V., ONG Groupe La Solution. - Die Zusammenarbeit findet im Präsenzmodus oder digital statt.