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Biodiversität erhalten: Für Umweltbehörden eine digitale Plattform zur Informationsverwaltung entwickeln

Programmkomponente: ASA basis
Projekt-Nr.: 0127
Seminargruppe: Seminargruppe I basis
Dauer Projektphase: 3 Monate

Spezifikation Berufs-/Studienrichtung

Informatik; Software Engineering; Programmieren; Datenbankmanagement; Digitale Medien; Biodiversität; Ökologie; Biologie; Forstwissenschaften; Umweltwissenschaften; Naturschutz

Pflichtsprache(n)

Spanisch

Sonstige Sprache(n)

Englisch

Land/Region

Mexiko | Lateinamerika und Karibik

ASA basis

Bei ASA basis sind Teilnehmende aus Deutschland in der Regel in Zweier-Teams drei Monate in einem Projekt bei staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen der internationalen Zusammenarbeit und der Zivilgesellschaft Online oder in Präsenz in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas tätig. Die Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, Basis-Initiativen und Durchführungsorganisationen staatlicher Entwicklungszusammenarbeit bilden ein weites Spektrum von Strategien für eine global nachhaltige Entwicklung ab.

Projektbeschreibung

Programmieren Sie gerne? Und ist Ihnen der Schutz von Ökosystemen ein Anliegen? Dann können Sie zwei Umweltbehörden bei ihrem ambitionierten Vorhaben unterstützen, eine digitale Plattform zum Monitoring der Biodiversität in Naturschutzgebieten zu entwickeln. Dafür sollten Sie sehr erfahren sein im Programmieren und spezifisch in der Entwicklung digitaler Werkzeuge zur Verwaltung von Daten. Zudem ist es von Vorteil, wenn Sie Grundkenntnisse zu umweltbezogenen Prozessen und Analysen mitbringen. Da das Projekt abhängig von der Entwicklung der weltweiten Corona-Lage möglicherweise rein digital umgesetzt wird, sollten Sie in der Lage sein, Videokonferenzen mit gängigen Anwendungen durchzuführen und Ihre Tätigkeiten mit interaktiven digitalen Werkzeugen zu erledigen. Eine erfolgreiche Durchführung des Projektes aus der Distanz setzt zudem eine verbindliche und empathische Kommunikationsweise voraus.

Die Asociación Intermunicipal para la Protección al Ambiente y el Desarrollo Sustentable del Lago de Chapala (kurz: Aipromades Lago de Chapala) hat ihren Sitz in Chapala, einer Kleinstadt im zentralmexikanischen Bundesstaat Jalisco. Der Verband vereint 16 Bezirke, die hydrologisch an den Chapalasee, den größten Süßwassersee des Landes, angebunden sind. Seit 2009 ist die staatliche Institution für Umweltbelange in dieser Region zuständig. Sie setzt Aktivitäten zum Schutz von Landschaften, zur Anpassung an den Klimawandel und zur Minderung des Klimawandels, zum Abfallmanagement sowie zur Stärkung lokaler Kompetenzen um.

Der Organismo Público Descentralizado Intermunicipal Sierra de Quila (kurz: OPDI Sierra de Quila) hat seinen Sitz in Tecolotlán, einer Kleinstadt am Fuße des Gebirges Sierra de Quila im mexikanischen Bundesstaat Jalisco. Als bezirksübergreifende Behörde wurde OPDI Sierra de Quila 2020 mit dem Management des gleichnamigen Naturschutzgebietes betraut, das für seine außergewöhnliche Biodiversität bekannt ist.

Die beiden Behörden eint das Anliegen, die Biodiversität der jeweils von ihnen betreuten Ökosysteme zu erhalten. Dies setzt voraus, die vorhandenen Arten, ihre Verteilung und den Zustand jeweiliger Populationen zu kennen. Dafür bedarf es eines methodologisch fundierten und effizienten Monitoring-Programmes samt einem Instrument zum Management aller erhobenen Daten.

Hier setzt die Projektphase an. Ihre Aufgabe ist es, eine nutzerfreundliche digitale Plattform aufzubauen. Diese soll es einerseits ermöglichen, große Mengen an Daten zu verwalten und auf diese Weise dem Monitoring der Biodiversität in der Sierra de Quila dienlich sein. Insbesondere soll die Software dabei unterstützen, die Entwicklung der Jaguar-Populationen in der Region zu verfolgen. Anderseits sollten Nutzende dieser Datenbank Berichte und grundlegende Analysen generieren können – beispielsweise Schaubilder zur Häufigkeit bestimmter Arten. Dieses Wissen soll dabei helfen, bei Umweltfragen und insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel sinnvolle Entscheidungen zu treffen.

Nachdem Sie Ihre Erwartung mit denjenigen des Projektteams in Mexiko abgestimmt haben, bereiten Sie die Entwicklung der Anwendung vor und überlegen sich ein passendes Vorgehen. Dazu machen Sie sich über spezifische Erfordernisse des Instrumentes kundig, klären zu berücksichtigende Variablen und notwendige Funktionen sowie logistische Aspekte und die Grundlagen der Informationsgewinnung. Auf dieser Basis und mithilfe bereits bestehender Daten entwickeln Sie in enger Abstimmung mit dem Projektteam die digitale Plattform. Abschließend testen Sie die korrekte Funktionsweise der Software mithilfe neu generierter Daten und Einträge.

Sollte das Projekt vor Ort durchgeführt werden, steht Ihnen am Sitz des OPDI Sierra de Quila in Tecolotlán ein Arbeitsplatz zur Verfügung. Sollte das Projekt digital umgesetzt werden, arbeiten Sie vom heimischen Schreibtisch aus. Regelmäßige Online-Absprachen mit den Verantwortlichen aus der Partnerinstitution unterstützen Sie dabei, das Projekt aus der Ferne erfolgreich umzusetzen.

Die ASA-Seminare finden April bis Juni 2022 sowie im Winter/Frühjahr 2023 statt. Die Projektphase erfolgt – in Absprache mit der Partnerinstitution – zwischen Juli 2022 und Dezember 2022.

Voraussetzung für die Teilnahme am ASA-Programm ist die aktive Beteiligung an den Seminaren (2022 und 2023) und der Projektphase im Partnerland. Sollte das Projekt digital durchgeführt werden, so findet es in Teilzeit mit 27 Stunden pro Woche statt. Online-Präsenzzeiten können entsprechend der Zeitverschiebung zum Partnerland von den in Deutschland üblichen Werkzeiten abweichen.

In Zusammenarbeit mit

Asociación Intermunicipal para la Protección al Ambiente y el Desarrollo Sustentable del Lago de Chapala (Aipromades Lago de Chapala) und Organismo Público Descentralizado Intermunicipal Sierra de Quila (OPDI Sierra de Quila) - Die Zusammenarbeit findet im Präsenzmodus oder digital statt.