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Projekt #1110Projekte 2026

ASA-Hochschule global

Indigenes Wissen und Klimawandel: Anpassungsstrategien in Heilsystemen stärken #1110

In diesem Gemeinschaftsprojekt erforschst du, wie ökologische Veränderungen aufgrund des Klimawandels die Nachhaltigkeit traditioneller Heilsysteme in Deutschland und Südafrika beeinflussen.

Projektland: Südafrika | Afrika
Pflichtsprache(n): Englisch
Dauer Projektphase: 6 Monate
Projektpartner: Institute for Research in International Assistance an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften (IRIA); University of KwaZulu-Natal (UKZN)

Projektbeschreibung

Körper und Geist streben bei Beschwerden nach Heilung – und diese kann oft auch in der Weisheit und Heilkraft der Natur gefunden werden. In diesem Gemeinschaftsprojekt erforschst du, wie ökologische Veränderungen aufgrund des Klimawandels die Nachhaltigkeit traditioneller Heilsysteme in Deutschland und Südafrika beeinflussen. Durch Interviews mit Gesundheitsfachleuten mit unterschiedlichen Perspektiven dokumentierst du in beiden Kontexten Veränderungen im Wissenstransfer, in der Heilpflanzenverfügbarkeit und ihrer praktischen Anwendung. Das vergleichende Forschungsprojekt soll so einen Beitrag zur Erreichung der SDG und der Ziele der Agenda 2063 leisten.

Das Projekt passt zu dir, wenn du

  • dich gerne mit unterschiedlichen Medizinsystemen auseinandersetzt und ihre Vielfalt wertschätzt,
  • an Umweltthemen interessiert bist,
  • kontaktfreudig bist und gut auf vielfältige Menschen zugehen kannst,
  • ein ausgeprägtes Interesse an Forschung mitbringst.

Das Institute for Research in International Assistance (IRIA) führt weltweit anwendungsorientierte Projekte im Bereich Globale Gesundheit, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit durch. Es ist Teil der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin, die mit ihrer Gründung im Jahr 2009 Deutschlands erste Hochschule für Humanwissenschaften ist. Sie steht unter der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe und bietet praxisorientierte, interdisziplinäre Studiengänge an.

Zur Website des IRIA

Die University of KwaZulu-Natal (UKZN) wurde 2004 gegründet. Mit fünf Campus-Standorten, vier Colleges und über 40.000 Studierenden zählt sie zu den wichtigen Hochschuleinrichtungen des Landes. Mit dem Centre of Excellence in Indigenous Knowledge Systems (CIKS) und dem African Institute in Indigenous Knowledge Systems (AIIKS) fördert die UKZN die Erforschung, Bewahrung und Anwendung indigenen Wissens in Wissenschaft, Bildung und nachhaltiger Entwicklung.

Zur Website der UKZN

In Berlin unterstützt du das Institute for Research in International Assistance an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften bei:

  • der Durchführung einer Recherche zu volksmedizinischen Traditionen in Deutschland,
  • der Entwicklung eines vergleichenden Forschungsdesigns, um die deutschen Erfahrungen den indigenen Heilsystemen Südafrikas gegenüberzustellen,
  • dem Entwurf von Fragebögen und der Durchführung halbstrukturierter Interviews mit Gesundheitsfachleuten,
  • der Zusammenarbeit mit Naturschutzinitiativen, die sich für den Erhalt von Heilpflanzenarten einsetzen,
  • der Präsentation der Ergebnisse auf Veranstaltungen,
  • der Erarbeitung politischer Empfehlungen und der Veröffentlichung in Publikationen.

Bitte beachte, dass sich einzelne Aufgaben bis zur Projektumsetzung ändern können.

In Durban unterstützt du die University of KwaZulu-Natal bei:

  • der Datenerhebung durch halbstrukturierte Interviews mit verschiedenen Akteur*innen,
  • der Beobachtung von Orten, an denen natürliche Ressourcen gesammelt werden,
  • der Untersuchung von ökologischen Besonderheiten und intergenerationaler Wissensverbreitung,
  • der Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung der Projektergebnisse,
  • der Mitgestaltung eines Modells, das die Herausforderungen des Klimawandels und die Abmilderungsstrategien lokaler Medizinsysteme integriert,
  • der Ausarbeitung von Kurzberichten für Politiker*innen und andere strategische Interessengruppen.

Bitte beachte, dass sich einzelne Aufgaben bis zur Projektumsetzung ändern können.

Der Projektpartner wünscht, dass du idealerweise deinen eigenen Laptop mitbringst.

ASA-Hochschule global

Bei ASA-Hochschule global arbeitest du mit Teilnehmenden aus dem Partnerland und gegebenenfalls weiteren Teilnehmenden aus Deutschland an einer deutschen Hochschule und ihren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam startet ihr mit der dreimonatigen Projektphase in Deutschland und arbeitet danach drei Monate im Partnerland an eurem Projekt weiter.

Projektphase

Die Projektphase in Deutschland findet zwischen Mitte April und Mitte Juli 2026 statt; die Projektphase in Südafrika zwischen Ende Juli und Ende Oktober 2026.

Seminargruppe

Wenn du an diesem Projekt teilnimmst, bist du Seminarguppe II zugeordnet. Die ASA-Seminare runden deine Teilnahme ab.

zu den Terminen

Stipendium

Für dieses Projekt gilt die Stipendienkategorie 3B.

zum ASA-Stipendium

Weitere Daten

Themen: 3 Gesundheit, 4 Bildung, 13 Klimaschutz, 17 Partnerschaften
Studienrichtungen: Gesellschafts- und Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Technik, Kultur- und Medienwissenschaften, Lehramt, Pädagogik und Erziehungswissenschaft, Medizin und Gesundheitswissenschaften, Naturwissenschaften
Berufserfahrungen: Kommunikation und Medien, Pflege und Gesundheit
Spezifikation Berufs-/ Studienrichtung: Globale Gesundheit